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Forst

Russland hat mangelhafte Waldbrand-Bekämpfung im Fokus

von , am
23.09.2010

Moskau - In Russland soll das Forstgesetzbuch überarbeitet werden. Das hat Staatspräsident Dmitrij Medwedew bei einer von ihm einberufenen Konferenz zur Lage dieser Branche angekündigt.

© agrarfoto.com

Der Ersatz des staatlichen Brandschutzes auf föderaler Ebene durch bloße Aufsichtsfunktionen im Rahmen der 2007 vorgenommenen Novelle des Gesetzbuchs ist umstritten, gab Medwedew zu. Im Gegensatz zu mehreren europäischen Ländern seien in Russland nur 13 Prozent der Forste verpachtet. Nun blieben Waldflächen von mehr als eine Milliarde Hektar ohne Fachpersonal für Brandschutz.

Scharfe Kritik 

Unterdessen ist die dem Landwirtschaftsministerium bislang untergeordnete Föderale Forstwirtschaftsagentur Russlands per Erlass Medwedews dem Ministerkabinett direkt unterstellt worden. Zuvor war schon der Chef der Agentur ausgewechselt worden. Die Behörde wurde in den vergangenen Monaten scharf kritisiert, nachdem Waldbrände vielerorts im Zentrum des europäischen Teils Russlands wochenlang nicht bewältigt werden konnten.

938.400 Hektar Wald vernichtet 

Nach Angaben des Moskauer Katastrophenschutzministeriums wüteten bei extremer Trockenheit und Hitze landesweit mehr als 29.800 Waldbrände, die Forstbestände auf rund 938.400 Hektar vernichteten. (aiz)

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