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Aus der Wirtschaft

Russland: Importstopp für Pflanzgut erst im Juni

von , am
01.03.2013

Moskau - Russland ist bereit, den Importstopp für sämtliches Pflanzgut sowie Topf-Pflanzen aus der Europäischen Union erst zwei Monate später als angekündigt - also am 1. Juni 2013, zu verhängen.

Russland vernichtet trotz Protesten weiter westliche Lebensmittel. © Damm/Pixelio
Anlass wäre ein Ansuchen des Leiters der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz der EU-Kommission (GD SANCO), Ladislav Miko, gewesen, das Importverbot für Pflanzkartoffeln zu verschieben.
 
Die Maßnahme werde auch dann in Kraft treten, wenn wirksame Garantien und ein effizientes Sicherheits-System für quarantänepflichtige Produkte in der EU selbst noch in rund drei Monaten fehlen, bekräftigte Rosselkhoznadzor-Chef Sergej Dankwert gestern nach Verhandlungen mit Miko in Moskau.

Importverbot auch für Speisekartoffeln

Außerdem soll das Importverbot dann auch für Speisekartoffeln gelten. Nach Dankwerts Worten seien in den zurückliegenden Jahren bei Dutzenden Lieferungen von Speisekartoffeln aus der EU Fadenwürmer beziehungsweise Kartoffelmotten festgestellt worden. Laut der Mitteilung soll Miko seinem Gesprächspartner versichert haben, dass in der Zwischenzeit ein gesamteuropäisches Zertifizierungssystem für die betreffenden Exporterzeugnisse geschaffen werden soll.
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