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Russland: Schlimmste Dürre seit zehn Jahren

von , am
20.07.2010

Moskau - Aufgrund der sehr trockenen Witterung wird Russland in diesem Wirtschaftsjahr voraussichtlich weniger Getreide an den internationalen Märkten absetzen können als die bislang geplante Menge von 20 Millionen Tonnen.

© Mühlhausen/landpixel

Davon geht das Landwirtschaftsministerium in einer aktuellen Schätzung aus. Auch die jüngste Ernteprognose von 85 Millionen Tonnen müsse nach unten korrigiert werden, heißt es dort, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.

Dürre: 9,5 Millionen Hektar verloren

Wegen der Dürre seien bereits rund 9,5 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Kulturen verlorengegangen. Außerdem habe man in 16 russischen Provinzen den Ausnahmezustand verhängt. Dennoch sei die Versorgung Russlands mit Getreide nicht gefährdet. Der Agrarministerin zufolge fielen die Übergangsvorräte an Getreide Anfang des Wirtschaftsjahres 2010/11 mit etwa 24 Millionen Tonnen um ein Fünftel höher aus als ein Jahr zuvor.

Medwedew: Agrarressort muss handeln

Den Gesamtbedarf an Getreide bezifferte sie auf 77 Millionen Tonnen. Staatspräsident Medwedew forderte das Agrarressort und die Verwaltungen der betroffenen Regionen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ernteausfälle zu minimieren. Er bezeichnete die gegenwärtige Dürre in Russland als die schlimmste seit rund zehn Jahren. (dlz agrarmagazin)

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