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Aus der Wirtschaft

Russland: Springflut legt Schwarzmeerhafen lahm

von , am
09.07.2012

Im Süden Russlands hat eine gewaltige Flutwelle zu zahlreichen Todesopfern und schweren Zerstörungen in den küstennahen Städten und Hafenanlagen geführt.

In den kommenden Tagen bleibt es grau und trüb. © Mühlhausen/landpixel
Nachdem die Region zuvor seit zwei Monaten unter Hitze und Trockenheit zu leiden hatte, lösten schwere Regefälle in der südrussischen Region um Krasnodar sowie im Kaukasusgebirge eine Flutwelle und schwere Überschwemmungen aus. Bei der Flutwelle sind nach Behördenangaben mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. Gleichzeitig wurde der größte russische Schwarzmeerhafen Noworossijsk von den Wassermassen lahmgelegt.

Getreideterminals überschwemmt

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Noworossijsk ist der wichtigste russische Exporthafen am Schwarzen Meer. Monatlich werden dort rund 600.000 Tonnen Getreide verschifft. Ein Hafensprecher teilte mit, das die Beseitigung der Schäden wohl noch einige Zeit dauern würde. Von der Flutwelle betroffen sind offenbar auch die Lagerhallen der Getreide-Terminals. Dort befand sich auch schon neu geernteter und für den Export bestimmter Winterweizen, der nun durch die Flutwelle geschädigt ist. Analysten vor Ort berichten indessen, dass die südrussischen Feldbestände sowohl bei Wintergetreide als auch bei anderen Kulturen (Sommergetreide, Mais, Sonnenblumen) kaum von der Flut geschädigt sind.
 
 
 
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