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Sachsen: Schädlingsbefall kontrollieren

von , am
10.10.2014

Die sächsischen Landwirte sollten ihre Getreidefelder auf Schädlingsbefall - insbesondere auf Ackerschnecken und Blattläuse kontrollieren, rät das Landesamt. Außerdem sind die Feldmäuse wieder sehr aktiv.

Zu den Schadsymptomen der Schnecken zählen abgefressene Keimblätter, unregelmäßig durchlöcherte Laubblätter und angefressene Blattränder. © Mühlhausen/landpixel
Die gegenwärtigen Witterungsbedingungen fördern die Aktivitäten der Ackerschnecken, meldet das sächsische Landesamt. Der Winterweizen sei direkt nach der Saat, sobald die Keimung beginnt, besonders gefährdet. Die Kontrollen auf Schneckenbefall sollten neben den Rapsflächen auch auf den Neuansaaten mit Winterweizen erfolgen.

Blattläuse weisen auf Virus hin

Örtlich sei laut Amt in den aufgelaufenen Getreidebeständen eine stärkere Besiedlung durch Blattläuse zu verzeichnen. Obwohl die Untersuchung der Virusbelastung von Ausfallgetreide ergeben habe, dass der Besatz durch den Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) und Weizenverzwergungsvirus (WDV) gering ist, müsse der Blattlausbesatz in den Neuaussaaten konsequent beobachtet werden. Die Blattläuse sind die Vektoren für den Gerstengelbverzwergungsvirus.
 
Der Bekämpfungsrichtwert für eine Blattlausbehandlung gegen Virusvektoren:
  • Normalsaaten: 20 % befallene Pflanzen
  • Frühsaaten: 10 % befallene Pflanzen

Feldmäuse bekämpfen

Die Bestandeskontrollen haben ergeben, dass die Feldmäuse wieder sehr aktiv sind, berichtet das Landesamt desweiteren. Das Amt weist darauf hin, dass zur Feldmausbekämpfung eine befristete Zulassung für "Ratron Giftlinsen" und "Ratron-Giftweizen" in Rückzugsgebieten im Nichtkulturland ausgesprochen wurde. Sie gilt vom 01.09.2014 bis 29.12.2014 für Flächen in Sachsen, die weder landwirtschaftlich noch forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden (Nichtkulturland).

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