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Forst

Sachsen: Wälder in gutem Zustand

von , am
27.12.2013

Dresden - Die sächsischen Wälder befinden sich in diesem Jahr in einem guten Zustand. Auffällig seien allerdings Unterschiede in einzelnen Regionen und bei verschiedenen Baumarten.

Seit 2008 liege der Gesundheitszustand der Wälder in Sachsen ungefähr auf gleichbleibendem Niveau. © Mühlhausen/landpixel
Die sächsischen Wälder sind in diesem Jahr wie schon in den Vorjahren in einem guten Zustand. Darauf hat der Dresdener Landwirtschaftsminister Frank Kupfer bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2013 hingewiesen. Seit 2008 liege der Gesundheitszustand ungefähr auf gleichbleibendem Niveau. Auffällig seien allerdings Unterschiede in einzelnen Regionen und bei verschiedenen Baumarten. "Während es den Wäldern im Erzgebirge immer besser geht, nimmt der Anteil geschädigter Bäume im Vogtland und in Ostsachsen tendenziell wieder zu", berichtete der Minister. Insgesamt zeigten Buchen und Fichten im Durchschnitt einen verbesserten Kronenzustand; bei Kiefer und Eiche müsse man dagegen leichte Verschlechterungen feststellen. 

Rahmenbedingungen waren günstig

Die Rahmenbedingungen für das Waldwachstum 2013 seien zusammengenommen trotz des kaltes Frühjahrs, des nassen Frühsommers mit Hochwasser sowie des heißen und trockenen Hochsommers günstig gewesen. Die Starkniederschläge im Juni schädigten im Erzgebirge vor allem die forstliche Infrastruktur, aber weniger die Waldbestände.
 
Auch die beiden Orkane "Christian" und "Xaver" hätten im Freistaat kaum Bruch- oder Wurfholz hinterlassen. "Solche Extremereignisse werden sich in den kommenden Jahren aber sicher häufen", sagte Kupfer. Deshalb müsse und werde man den eingeschlagenen Weg beim Waldumbau hin zu standortgerechten, strukturreichen und damit stabilen und vitalen Mischwäldern konsequent fortsetzen, so der Ressortchef.

1.300 Hektar neuer Mischwald jährlich

In der Ende November vom Kabinett verabschiedeten sächsischen Waldstrategie 2050 ist das Ziel festgeschrieben, bis zur Hälfte des Jahrhunderts den Waldumbau auf den kritischen Standorten weitgehend abzuschließen. Dafür müssen im Landeswald den Angaben zufolge pro Jahr durchschnittlich 1.300 Hektar Wald umgebaut werden. Bis 2050 soll es somit auf rund 80.000 Hektar neue Mischwälder geben. Der Freistaat will außerdem den Waldumbau im nichtstaatlichen Wald weiter unterstützen, damit hier bis 2050 etwa 30.000 Hektar neue Mischwälder stehen.
 
"Eine zwingende Voraussetzung für den Erfolg des Waldumbaus ist die Herbeiführung waldverträglicher Schalenwildbestände", so der Minister weiter. Mit den Neuerungen im Sächsischen Jagdgesetz habe man dafür verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen. Höhere Aufmerksamkeit sei bei sogenannten "Eichenfraßgesellschaften" wie Eichenwickler, Schwammspinner und Frostspanner-Arten angebracht, die die Eichenbestände schädigten, betonte Kupfer. Hier halte der Freistaat am forstlichen Umwelt- und Waldschutzmonitoring im europäischen Verbund fest, um "vorbeugend und im akuten Bedarfsfall die richtigen Maßnahmen zur Erhaltung des Waldes einleiten zu können".
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