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Sachsens Apfelbäume versprechen gute Ernte

von , am
26.08.2009

Dresden - Sachsens Obstbauern haben in diesem Jahr Grund zur Freude. Mit 95.000 Tonnen erwarten sie die zweitgrößte Apfelernte seit neun Jahren.

© Ideen/Fotolia

Zwar mussten einzelne Betriebe Verluste durch Hagel hinnehmen. Für den Verbraucher hat das bei der zu erwartenden Gesamternte jedoch kaum Auswirkungen. Geschmack, Größe und Farbe sind bei der Lieblingsfrucht der Deutschen auch in diesem Jahr von einwandfreier Qualität.

Landwirtschaftsminister Frank Kupfer riet anlässlich des heutigen Starts der Apfelernte, von dem frischen sächsischen Obstangebot ausreichend Gebrauch zu machen. "Äpfel sind wahre Vitaminbomben und viel besser als der Ersatz in Form von Tabletten oder Spritzen." Sachsen habe das drittgrößte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands.

Rückstandsfreie Früchte aus Sachsen

Vor allem im Dresdner Raum und im Muldental seien beste Standortbedingungen vorhanden. "Beliebteste Sorten sind wie im Vorjahr Jonagold, Idared, Golden Delicious, Gala, Elstar, Shampion und Pinova". Kupfer verwies darauf, dass die sächsischen Obstanbauer auf 94 Prozent ihrer Flächen mit weniger Pflanzenschutzmitteln arbeiten und damit über gesetzliche Vorgaben hinaus nahezu rückstandsfreie Früchte liefern. Verbraucher, die sich selbst von der gewachsenen Qualität in den Obstplantagen überzeugen möchten, haben in den nächsten Wochen während der "Tage des offenen Obsthofes" dazu die Gelegenheit.

Betriebe ermöglichen Einblicke in ihre Arbeit

Die Betriebe öffnen ihre Pforten von September bis Oktober. Dort kann man auch die neue Ernte probieren (Termine/Orte unter: www.obstbau-sachsen.de ). Bei einem Besuch kann man neben altbewährten auch die in Sachsen neuen Sorten Kanzi und Evelina kosten. Beide Sorten sind auch im Sortengarten von Beck’s Obsthof in Dohna/Röhrsdorf (Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) zu finden, der in diesem Jahr Gastgeber für die Saisoneröffnung war. Der Familienbetrieb hat sich auf Direktvermarktung spezialisiert. Dazu greift er auf Äpfel, Kirschen und Beerenobst aus eigener Erzeugung zurück, betreibt einen Hofladen und als Besonderheit einen Sortengarten als Kundenmagnet. Seit der Gründung im Jahr 2001 wird nach den Richtlinien eines für den Handel ausschlaggebenden Qualitätssicherungssystems (EUREPGAP) produziert. (pd)

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