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Schneckenmonitoring: Hoher Druck auf deutschen Feldern

von , am
18.09.2014

Momentan ist deutschlandweit mit einem steigendem Schneckenbefall zu rechnen. Dies zeigt das aktuelle Schneckenmonitoring. Landwirte sollten jetzt insbesondere ihre Raps- und frühgedrillten Weizenfelder im Auge behalten.

Zu den Schadsymptomen der Schnecken zählen abgefressene Keimblätter, unregelmäßig durchlöcherte Laubblätter und angefressene Blattränder. © Mühlhausen/landpixel
Die Schneckenpopulation hat sich in den letzten Wochen stark vergrößert, wobei vor allem die Rapsaussaat stark betroffen war, berichtet der Pflanzenschutzhersteller de Sangosse. "Wir beobachten seit einigen Wochen, dass die Populationen der Spanischen Wegschnecken als auch die der Ackerschnecken kontinuierlich zunehmen." Aktuell werden neben der Hauptkultur Raps auch Zwischenfrüchte und als Indikator Ausfallraps stark von Schnecken befallen.
 
 
De Sangosse koordiniert jährlich ein bundesweites Schneckenmonitoring, das auf Indikatorflächen landwirtschaftlicher Betriebe durchgeführt wird.Landwirte liefern zwei Mal pro Woche aktuelle Informationen zum Schneckenbefall in Ihrer Region. In dieser Woche ist die Aktivität der Schnecken auch durch die Regenfälle der letzten Tage stark angestiegen und durchschnittlich meldeten knapp 70 Prozent der Landwirte drei Schnecken pro Quadratmeter.

Schneckenmonitoring: 3 Schnecken pro Quadratmeter

In dieser Woche ist laut dem Ergebnis des Schneckenmonitorings die Aktivität der Schnecken durch die Regenfälle der letzten Tage stark angestiegen. Bundesweit meldeten knapp 70 Prozent der Landwirte drei Schnecken pro Quadratmeter. Am höchsten ist der Schneckendruck momentan in Bayern mit durchschnittlich 8 Schnecken pro Quadratmeter.  Vor allem im fränkischen Raum ist der Befall sehr hoch bei teilweise bis zu 20 Schnecken pro Quadratmeter. De Sangosse koordiniert jährlich ein bundesweites Schneckenmonitoring, das auf Indikatorflächen landwirtschaftlicher Betriebe durchgeführt wird.Landwirte liefern zwei Mal pro Woche aktuelle Informationen zum Schneckenbefall in Ihrer Region.

Maßnahmen ergreifen

Viele spätgedrillte Rapsflächen benötigen jetzt eine intensivere Kontrolle. Auf diesen Flächen kann nach Umbruch wegen der fortgeschrittenen Vegetationszeit keine Rapsaussaat mehr erfolgen. Aus den vorgenannten Gründen ergibt sich für den Weizen eine deutlich stärkere Gefahrensituation als in den letzten Jahren. Deshalb müssen frühgedrillte Weizenbestände mit Vorfrucht Raps besonders gründlich beobachtet werden.
 
Bei Schneckenbesatz sollte ein bis drei Tage nach der Saat Schneckenkorn ausgebracht, empfiehlt die saarländische Landwirtschaftskammer werden. Außerdem gibt die Kammer den Hinweis, dass Schneckenköder mit dem Wirkstoff Methiocarb (Mesurol Schneckenkorn) ab dem 19. September 2014 nicht mehr verkauft und angewendet werden dürfen.
 
Die aktuellen Ergebnisse zum Schneckendruck veröffentlicht de Sangosse zwei Mal pro Woche unter www.desangosse.de/monitoring
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