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Energiepflanzen

So lohnen sich Kurz­umtriebs­plantagen

ERnte von Energieholz
Klaus Strotmann, dlz agrarmagazin
am
28.12.2016

Pappel, Weide und Erle sind vor allem für mäßige Standorte eine Alternative und auch greeningfähig. Wir haben bei den niedrigen Energiepreisen nachgerechnet.

Welcher Preis lässt sich mit Hackschnitzeln erzielen? Das ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Rentabilität von Kurzumtriebsplantagen (KUP). Während die Energiepreise im Allgemeinen seit 2014 deutlich nachgegeben haben, zeigt sich dieser Trend für Hackschnitzel nicht in gleichem Maße. So werden derzeit für KUP-Holzhackschnitzel mit einem Wassergehalt von 35 Prozent im Mittel noch über 60 Euro/t (netto) bezahlt.

Energieholz: Wirschaftlichkeit hängt vom Standort ab

Wirtschaftlichkeit von Kurzumtriebsplantagen im Überblick

Auch die Holzzuwächse und Hackschnitzelerträge entscheiden über die Wirtschaftlichkeit. Je nach Standort variieren sie stark. Beispielsweise ist für die Balsampappel eine Bandbreite der jährlichen Trockenmassezuwächse zwischen 8 t/ha auf weniger günstigen Böden bis über 14 t/ha auf sehr wüchsigen Standorten realistisch.

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) stellt die Ergebnisse eines Ertragsmodells im Internet zur Verfügung, mit dem sich Erträge im Pappelanbau einschätzen lassen (www.kupscout-bayern.de). Neben der Balsampappel eignen sich auch andere Baumarten mit einem raschen Jugendwachstum und der Fähigkeit zum Wiederausschlag aus dem Stock wie etwa Weide, Rot- und Grauerle sowie Aspe.

Mit Material von Dr. Robert Schätzl, Martin Schägger, Dr. Frank Burger

Energieholz: Deckungsbeiträge vergleichen

Um KUP in ihrer Rentabilität den klassischen landwirtschaftlichen Kulturen gegenüberstellen zu können, bietet sich die Berechnung des Deckungsbeitrags an. Allerdings werden KUP normalerweise nur alle drei bis zehn Jahre beerntet. Zum Vergleich mit einjährigen Kulturen muss also ein durchschnittlicher jährlicher Deckungsbeitrag über die gesamte Kulturdauer ermittelt werden.

Die Tabelle „Wirtschaftlichkeit von Pappelplantagen nachgerechnet“ zeigt die Berechnung für einen Bestand mit Balsampappel bei einer Kulturdauer von 31 Jahren und sechs Ernten in dieser Zeit. Dies entspricht einer Umtriebszeit von fünf Jahren.
 Die Wettbewerbsfähigkeit von KUP mit Balsampappeln bewegt sich damit auf dem Niveau von weniger lukrativen Marktfrüchten.

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2016 erschienen.  Noch kein dlz-Leser? Testen Sie hier unsere Angebote!

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