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Düngeverordnung

Stabilisierte Stickstoffdünger vermeiden Verluste

Düngerstreuer auf Acker
© agrarfoto
von , am
14.11.2017

Mit der neuen Düngeverordnung wird es noch wichtiger, Stickstoffdünger effizient einzusetzen: Also Verluste vermeiden und damit auch Kosten sparen.

Wenn nach neuer Düngeverordnung die Ausbringmöglichkeiten einegschränkt werden, müssen Stickstoffdünger noch gezielter eingesetzt werden. Harnstoffdünger ist besonders für Ammoniakemissionen gefährdet. Das Enzym Urease wandelt den Harnstoff in sofort verfügbares Ammonium um. Das Risiko für Ausgasungen steigt besonders bei hohen Temperaturen, auf leichten Böden, auf Grünland und bei Boden-pH-Werten >7,5.

Urease-Inhibtoren sind Hemmstoffe, die an dieser Stelle ansetzen: Sie bremsen die Umwandlung von Harnstoff zu Ammonium um etwa 1 bis 2 Wochen und reduzieren damit die Ammoniakemissionen.

Doppelt stabilisierter Stickstoffdünger aus Piesteritz

Der Anbieter SKW Piesteritz bringt mit Alzon Neo-N jetzt einen Harnstoffdünger auf den Markt, der neben der Urease-Bremse auch noch über eine Nitrifikationshemmung verfügt. Die Nitrifikation setzt nach der Harnstoffumsetzung ein und hat Stickstoffemissionen in Form von Nitrat, Lachgas oder Stickoxiden zur Folge. Nitrifikationshemmer wirken länger als die vorgeschalteten Ureasehemmer, rund 6 bis 10 Wochen, und können diese Verluste eindämmen.

Arbeitswirtschaftlich ergeben sich aus den stabilisierten Düngern ebenfalls Vorteile, weil sich Düngegaben zusammenlegen und Überfahrten einsparen lassen. Vor allem bei Extremwitterungen ergibt sich daraus eine sichere Nährstoffversorgung der Pflanzen und die Ammoniumernährung wird besser ausgenutzt.

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