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Neustrelitz

Stadt verbietet Pächtern Glyphosateinsatz

Glyphosat buchstabiert auf Boden
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Anke Fritz, agrarheute
am
12.02.2018

Die Stadtvertretung in Neustrelitz hat den Pächtern der 227 Hektar stadteigenen Ackerfläche den Einsatz von Glyphosat und Neonikotinoiden verboten.

Der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommerns, Detlef Kurreck, ärgert sich über die Stadvertretung Neustrelitz, weil sie den Pächtern von 227 Hektar den Einsatz von Glyphosat und Neonikotinoiden verbietet. 

„Natürlich kann ein Eigentümer mit seinem Flächen verfahren, wie er das will. Aber es wäre doch schön, wenn er damit im Rahmen der Gesetzgebung bleiben würde – und Glyphosat ist nicht verboten", erklärt Kurreck in einer Pressemitteilung.

Kurreck: Stadt greift in unternehmerische Entscheidungen ein

Die Stadtvertretung Neustrelitz setze sich laut Kurrek über alle wissenschaftlichen Erkenntnisse hinweg und greife massiv in unternehmerische Entscheidungen ein. Kurrek weist außerdem darauf hin, dass der Glyphosat-Einsatz oft eine wirtschaftliche, pfluglose Bodenbewirtschaftung und den Anbau von Zwischenfrüchten ermögliche, die auch Nahrung für Bienen böte. Ohne Glyphosat müsse mehr gepflügt werden.

„Allein in Mecklenburg-Vorpommern spart der Glyphosat-Einsatz 7,5 Millionen Liter Diesel ein. Das sind umgerechnet 20.000 Tonnen CO2. Gleichzeitig ist ein Glyphosatverbot ein Rückschritt in Sachen Wind- und Wassererosionsschutz", erklärt Kurreck weiter.

Mit Material von Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern
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