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Allgemeines

Starker Preisrückgang verzeichnet

von , am
15.01.2010

In der Zierpflanzenbranche war der größte Verlierer 2009 der Schnittblumen- und Zimmerpflanzensektor. Privathaushalte kauften zwar mehr als ein Jahr zuvor, gaben jedoch insgesamt weniger Geld für Zierpflanzen aus.

© Karin Eichinger/fotolia

Wie die meisten Wirtschaftsbereiche war auch die Zierpflanzenbranche 2009 von der allgemeinen Wirtschaftskrise betroffen. Der deutsche Zierpflanzenmarkt erreichte 2008 einen Umfang von 8,96 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Für 2009 wird der Gesamtmarkt auf rund 8,53 Milliarden Euro geschätzt.

Privater Verbrauch war wesentliche Stütze

Große Verlierer waren 2009 der Schnittblumen- und der Zimmerpflanzensektor, beide Bereiche verloren verglichen mit 2008 stark an Umsatz. Der private Verbrauch war 2009 eine wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft, was auch für den Konsum von Zierpflanzen gilt. Private Verbraucher kauften mehr Pflanzen als im Vorjahr, sie gaben aufgrund stark gesunkener Preise jedoch insgesamt weniger Geld für Zierpflanzen aus. Der Verbrauch von Zierpflanzen durch Firmen und Kommunen wird 2009 als rückläufig eingeschätzt.

Einbruch wichtiger Absatzmärkte wie Großbritannien und Russland

Der Preisdruck resultiert vor allem aus der wirtschaftlichen Schwäche wichtiger Absatzmärkte, die in vielen Ländern zu sinkender Konsumstimmung führt. Dazu kommt, dass durch den starken Euro Exporte von Zierpflanzen in wichtige Absatzmärkte wie Großbritannien oder Russland für die dortigen Abnehmer deutlich teurer wurden. Produzenten innerhalb der Euro-Zone versuchten ihre Ware folglich eher im heimischen Markt oder anderen Euro-Staaten unterzubringen, was zum Teil zu erheblichen Preisabschlägen gegenüber 2008 führte.

Starker Euro wird auch 2010 Nachfrage negativ beeinflussen

Auch 2010 dürfte zu einem schwierigen Jahr für den deutschen Zierpflanzenmarkt werden. Zum einem wird aller Voraussicht nach die Arbeitslosigkeit spürbar steigen und dies zu Belastungen der privaten Nachfrage führen. Zum Anderen ist auch weiterhin von einem eher starken Euro gegenüber z.B. Dollar, Pfund oder Rubel auszugehen.

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Maurice Hanke
Experte Blumen & Zierpflanzen
Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI)

 

 

 

 

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