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Stimmungswechsel an den Terminbörsen

von , am
18.09.2012

Berlin - An den Warenterminbörsen hat sich die Stimmung gedreht. Nach kräftigen Preisanstiegen, geraten die Preise nun unter Druck. Hintergründe und Analysen zum Stimmungswechsel an den Börsen, gibt es im Marktkompass.

An der CBoT haben sich für den Weizen alle Gewinne der Vortage wieder in Luft aufgelöst. © landpixel
Prognose bis zum 21. September 2012:
 
Am Weizenmarkt hat die Stimmung zum Beginn der dritten Septemberwoche gedreht. Nach dem kräftigen Preisanstieg der letzten Woche gerieten die Kurse nun unter Druck. Die Ursachen für diesen plötzlichen Stimmungsumschwung waren indessen vielfältig. Zum einen zogen die mit dem Erntefortschritt in den USA und den Regefällen in Südamerika deutlich nachgebenden Maispreise den Markt mit nach unten. Zum anderen wurde aus makroökomischen Gründen spekulatives Kapital von den Terminmärkten abgezogen und brachte die Kurse zusätzlich ins Rutschen.
 

Körnermais: Tendenz schwächer

Prognose bis zum 21. September 2012:
 
Ein starker Angebotsschub setzt über die Terminmärkte auch die Kassapreise weltweit unter Druck. In den USA und in Europa gaben die Preise daraufhin nach. An den Terminmärkten gaben die Maispreise am Montag deutlich an. An der MATIF kostete Körnermais (November) am Montag (17.09) nur noch 244 Euro pro Tonne und damit sieben Euro weniger als am Freitag.
Am Großmarkt in Mannheim wurde die neue Ernte zur Lieferung ab Oktober zu 250 bis 256 Euro pro Tonne gehandelt. Ab südwestdeutscher Station kostete die Ware 246 bis 247 Euro pro Tonne. Fob-Oberrhein lagen die Preisangebote zwischen 248 und 250 Euro pro Tonne.

 

Gerste: Tendenz schwächer

Prognose bis zum 25. September 2012:
 
Die Preise für Futtergerste sind zum Beginn der dritten Septemberwoche mit den übrigen Getreidepreisen unter Druck geraten. Auslöser für die Preiskorrektur sind neben dem raschen Erntefortschritt bei Mais und Soja in den USA verbesserte Wetterprognosen in einer Reihe wichtiger Regionen. So haben in den USA die jüngsten Regenfälle die Aussaatbedingungen für Winterweizen und auch Wintergerste verbessert. In Australien stabilisiert der Regen im Westen des Landes die Weizen- und Gerstenerträge und in Südamerika verbessern Regenfälle die Aussaatbedingungen für Mais und Soja.
 
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