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Precision Farming

Technik-Trend: Die teilflächenspezifischen Beregnung

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Jörg Möbius, traction
am
08.02.2016

Die teilflächenspezifische Beregnung als Teil von Precision Farming ermöglicht einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser und eine optimale Wasserversorgung zu jeder Vegetationsphase.

Häufig wird zu reichlich und zum falschen Zeitpunkt bewässert. Dabei kostet jeder geförderte Kubikmeter Wasser Geld, der Wasservorrat wird unnötig verringert und Nährstoffe werden mit dem ungenutzten Wasser aus dem Wurzelbereich gespült. Der Trend geht in Richtung Beregnung mit Beregnungsmaschinen oder Großanlagen. Bei den Beregnungsmaschinen ist eine Zunahme der Maschinengröße zu verzeichnen, wodurch längere und breitere Bewässerungsstreifen realisierbar sind. Die Tropfbewässerung gilt als effizientestes Bewässerungsverfahren.

Variable Rat Irrigation

Die teilflächenspezifische Beregnung wird vor allem an Kreis- und Linearberegnungsmaschinen eingesetzt. Mit diesen Maschinen werden zwischen 20 und 85 ha beregnet. Zur Wasserverteilung dienen rotierende Pralltellerdüsen, die durch Magnetventile elektrisch angesteuert werden. Dafür hat sich Variable Rate Irrigation (VRI) als Fachbegriff etabliert. Es gibt auch Hersteller, die die Ventile pneumatisch ansteuern.

Vorteile der teilflächenspezifischen Beregnung

  • unterschiedlichen Wassergaben für unterschiedliche Bodenbedingungen
  • unterschiedliche Kulturen mit unterschiedlichem Wasserbedarf können unter einem Regner stehen
  • Flächen ohne Wasserbedarf wie Wege oder Biotope werden ganz ausgelassen
  • Wassermenge kann auch über die Fahrgeschwindigkeit der Anlagen verändert werden.

Beregnung und Düngung kombinieren

Besondere Bedeutung bekommt die variable Wassergabe, wenn mit dem Beregnungswasser auch Dünger ausgebracht wird. Das hat den Vorteil, dass keine Überfahrten mit Landmaschinen erfolgen und der Dünger häufiger, aber dafür in kleinen Gaben mit der jeweils notwendigen Wassermenge zu den Pflanzen kommt.

Dieser Artikel ist zuerst in traction-Ausgabe November/Dezember 2015 erschienen.

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