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Thüringen: Kleinste Apfelernte seit elf Jahren

von , am
10.09.2013

Erfurt - Die Apfelernte fällt deutschlandweit nicht gut aus. In Thüringen erwartet man die kleinste Apfelernte seit 2002. Der Ertrag soll dieses Jahr bei 21,1 Tonnen je Hektar liegen.

Apfelernte 2014: Die deutschen Landwirte ernten dieses Jahr etwa 29 Prozent mehr Äpfel. © Mühlhausen/landpixel
Die auf Marktobstbau ausgerichteten Betriebe in Thüringen erwarten dieses Jahr bei Äpfeln einen Ertrag von 21,1 Tonnen je Hektar. Das geht aus ersten Schätzungen vom Juli hervor. Wie das thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wäre das das niedrigste Ergebnis seit 2002. 
 
Damit verfehlt der voraussichtliche Flächenertrag den Spitzenertrag des Vorjahres um 13,5 Tonnen je Hektar (- 39 Prozent). Der Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2012 wird um 29 Prozent (8,7 Tonnen je Hektar) verfehlt.

Ernte in Höhe von 24.300 Tonnen erwartet

Bei einer ertragsfähigen Anbaufläche von 1.152 Hektar (2012: 1.165 Hektar) wird für dieses Jahr eine Erntemenge von nur 24.300 Tonnen Äpfeln erwartet. Damit wird die voraussichtliche Erntemenge nach den aktuellen Ergebnissen um 16.000 Tonnen unter dem Vorjahresergebnis liegen. Der Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2012 (34.521 Tonnen) würde um 10.000 Tonnen verfehlt.
 
Als Ursache dafür wurden Alternanz (Schwankung des Fruchtertrags im zweijährigen Rhythmus) aber auch schlechte Witterungsbedingungen wie Hochwasser, Hagel oder das nasskalte Wetter in der Blütezeit genannt, das aufgrund des geringen Bienenfluges eine schlechte Befruchtung nach sich zog.
 
Der Anbau von Äpfeln konzentriert sich in Thüringen auf die Kreise Gotha und Sömmerda sowie den Kyffhäuserkreis. Hier befinden sich fast 90 Prozent der Thüringer Anbaufläche von Äpfeln.
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