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Forst

Thüringer Wälder werden gesünder

von , am
19.12.2013

Das zweite Jahr in Folge verbessert sich der Gesundheitszustand der Thüringer Wälder. Die Baumkronen - ein Indikator für den Gesundheitszustand - waren 2013 etwas dichter als im Vorjahr.

Seit 33 Jahren steigt die Waldfläche in Bayern. © BSHD
Das Landwirtschaftsministerium in Thüringen hat den Waldzustandsbericht 2013 veröffentlicht. Demnach stehen die Wälder zum zweiten Mal in Folge besser da. Die mittlere Verlichtung der Baumkronen sank 2013 auf 21,4 Prozent gegenüber 22,4 Prozent im Vorjahr.
 
Entwarnung will Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz aber nicht geben: "Die leichte Verbesserung ist noch kein Anlass zur Entwarnung. Denn in unseren Wäldern stehen noch immer mehr Bäume mit deutlichen Schäden als gesunde."

30 Prozent der Waldbäume zeigen deutliche Schäden

Bei der Erhebung im Sommer 2013 wiesen 30 Prozent der Waldbäume deutliche Schädigungen auf, 42 Prozent zeigten geringe Schäden und 26 Prozent keine Schadmerkmale.
 
Bei allen wichtigen Baumarten außer der Kiefer sank die mittlere Kronenverlichtung im Vergleich zu 2012. Das bedeutet, dass die Bäume mehr Blätter und Nadeln bilden oder halten konnten und damit vitaler sind. Insbesondere die Laubbäume profitierten von der feuchten Witterung im Frühjahr und erholten sich weiter.

Waldumbau zu Mischwäldern

Die Stabilisierung der Wälder bleibt eine Hauptaufgabe der Thüringer Forstwirtschaft. "Wir wollen die Leistungsfähigkeit unserer Wälder für die kommenden Generationen erhalten", sagte der Umweltminister.
 
Zu diesem Zweck führt die Landesforstanstalt regelmäßige Bodenschutzkalkungen im Wald durch und betreibt einen großflächigen Waldumbau hin zu stabilen, artenreichen Mischwäldern. Allein den Wirtschaftsjahren 2011 und 2012 wurden im Staatswald insgesamt 1.606 Hektar mit 2,25 Millionen Pflanzen und 631 Kilogramm Saatgut aktiv umgebaut.
Den ganzen Waldzustandsbericht können Sie sich hier als pdf-Dokument herunterladen ...
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