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Aus der Wirtschaft

Tipp: Stickstoff und Schwefel gemeinsam düngen

von , am
21.02.2011

Dülmen - Stickstoff und Schwefel sollten zusammen zur ersten Gabe beim Wintergetreide gedüngt werden, meint der Düngemittelhersteller Yara.

Ohne Stickstoff kein pflanzliches Wachstum. © Mühlhausen/landpixel
Stickstoff und Schwefel haben ähnliche Funktionen im pflanzlichen Stoffwechsel, so beim Aufbau von Eiweiß oder von Blattgrün. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Yara GmbH & Co. KG den Landwirten eine gemeinsame Düngung von Stickstoff und Schwefel zur ersten Gabe, um bereits zu Vegetationsbeginn eine ausreichende Schwefelversorgung von Getreide zu gewährleisten.
 
Dies gelte insbesondere nach nassen Wintern, wenn sich nur wenig direkt pflanzenverfügbarer mineralischer Sulfat-Schwefel im Boden befinde, erläuterte das Unternehmen in einer Presseinformation.
 

Schwefelmangel vermeiden

Vom Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (DLUFA) wird nach Angaben von Yara für Getreide eine Schwefeldüngung von 10 Kilogramm bis 20 Kilogramm Schwefel je Hektar empfohlen. Mit der ersten Gabe ausgebracht, könne auch anfänglicher Schwefelmangel bis zum Anspringen der Schwefelnachlieferung aus der organischen Substanz des Bodens vermieden werden.

Bedeutung der Schwefelversorgung

Generell lohne es sich, der Schwefelversorgung von Getreide mehr Beachtung zu schenken, da sich Schwefelmangel nicht nur negativ auf den Ertrag auswirke, sondern auch zu niedrigeren Eiweißgehalten und zu einer schlechteren Eiweißqualität führe, erklärte das Unternehmen. Eine ausreichende Schwefelversorgung beeinflusse sowohl den Sedimentationswert und damit die Qualität der Klebereiweiße positiv als auch die Backeigenschaften des Mehls.

Arbeitswirtschaftliche Vorteile

Die gemeinsame Ausbringung beider Nährstoffe in einem kombinierten Stickstoff-Schwefeldünger habe außerdem arbeitswirtschaftliche Vorteile. So würden die Schlagkraft der Düngung erhöht und die Ausbringungskosten gesenkt. Im Vergleich zu Mischdüngern sei darüber hinaus eine höhere Verteilgenauigkeit gewährleistet.

Bedarfsgerecht düngen

Um eine bedarfsgerechte Schwefeldüngung sicherzustellen, sollten laut Yara geeignete Dünger ein Stickstoff-Schwefel-Verhältnis von etwa vier zu eins aufweisen. Solche Produkte würden über die ausgebrachte Stickstoffmenge immer die richtige Schwefelmenge mitbringen. (AgE)
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