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Forst

Treffen europäischer Forstexperten in Genf

von , am
16.12.2010

Oslo/Genf - Vertreter der Unterzeichnerstaaten von Forest Europe treffen einander in Genf, um die Schwerpunkte der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder zu diskutieren, die vom 14. bis 16. Juni 2011 in Oslo stattfinden soll.

© Horst Bauer/Fotolia

Norwegen hat derzeit den Vorsitz dieser Konferenz inne. Die Minister werden sich in Oslo insbesondere mit der Sicherung der nachhaltigen Forstbewirtschaftung und den positiven Umweltauswirkungen der Wälder befassen. Das Treffen in Genf wird als wichtiger Vorbereitungsschritt für die Ministerkonferenz im kommenden Jahr gesehen.

Die Themen, die in Oslo behandelt werden, reichen vom Einfluss des Klimawandels auf die Wälder, dem Schutz der Biodiversität und der Sicherung der Wasserressourcen bis zur Bedrohung der europäischen Forste durch Stürme, Hochwasser und Dürre.

Gemeinsame Ziele definieren

Die Minister sollen bei dieser Konferenz eine gemeinsame Position und Ziele für den Schutz der Wälder definieren. Gleichzeitig soll in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Länder übergreifenden Kooperationen und von nachhaltigem Forstmanagement betont werden. Darüber hinaus soll in Oslo der Bericht "State of Europe"s Forests 2011" vorgelegt werden.

Neuer Entwurf für ein Forstabkommen

Die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa und Cogeca wollen in Genf einen Vorschlag für ein rechtlich bindendes Abkommen vorlegen, in dem speziell die forcierte Zusammenarbeit zwischen der EU und Forest Europe gefordert wird. Ebenso wird in dem Papier die Wichtigkeit des nachhaltigen Forstmanagements hervorgehoben.

Ministerkonferenz Forest Europe: 

  • ist eine Kooperation von 46 europäischen Ländern sowie der EU
  • beschäftigt sich mit vordringlichen politisch und gesellschaftlich relevanten Fragen im Bereich der Forstwirtschaft. Sie verabschiedet Empfehlungen, die dem Schutz der Wälder und ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung dienen.
  • wurde 1990 ins Leben gerufen und ist ein kontinuierlicher Prozess, der auf Ministerkonferenzen und Folgeaktivitäten auf Expertenebene basiert.
  • bietet eine Diskussionsplattform für die Unterzeichnerstaaten, die EU und eine Reihe außereuropäischer Länder sowie für internationale Organisationen und Interessengruppen, die als Beobachter teilnehmen. Darüber hinaus handelt es sich auch um eine Kooperationsplattform für Politik und Wissenschaft.
  • ist verbunden mit globalen und anderen regionalen Prozessen und Initiativen, die sich mit Forstfragen beschäftigen.

Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa haben 1990 in Straßburg, 1993 in Helsinki, 1998 in Lissabon, 2003 in Wien und 2007 in Warschau stattgefunden. (aiz)

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