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Wetter

Trockener Herbst 2018 erschwert Aufwuchs von Winterungen

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Julia Eder, agrarheute
am
28.12.2018

Der DWD zieht Bilanz zum Herbst 2018: Die geringe Bodenfeuchte ließ Pflanzen schlecht keimen und auflaufen.

Auch im Herbst 2018 riss die extrem warme, trockene und sonnige Witterung nicht ab. Die folgenschwere niedrige Bodenfeuchtesituation konnte sich kaum entspannen und phänologisch betrachtet ging ein außergewöhnliches Jahr zu Ende. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) über die Auswirkungen des Wetters auf die Landwirtschaft in Deutschland im Herbst 2018.

September: Niedrige Bodenfeuchten erschwerten Aufwuchs der Winterungen

Zu Herbstbeginn wurde zunächst die trockene, heiße und sonnige Sommerserie fortgesetzt, bis im letzten Septemberdrittel schwere Stürme für Abkühlung sorgten. Die damit einhergegangenen Niederschläge sorgten nur lokal für günstige Bodenfeuchteverhältnisse.

Die Trockenheit führte vielerorts zu Aufwuchsproblemen bei den Winterkulturen, der Winterraps wurde oft sehr spät oder gar nicht erst gesät. Die Zuckerrübenernte brachte meist unterdurchschnittliche Erträge, häufig aber mit einem hohen Zuckergehalt. Ende September gingen schon die allerersten Meldungen zum Blattfall der Stiel-Eiche ein, welcher eigentlich den phänologischen Winter markiert, in diesem Falle aber trockenheitsbedingt stattfand.

Oktober: Trockenheit verschärfte sich weiter

Auch der Oktober war überaus sonnenscheinreich und sehr warm. Mit Ausnahme des äußersten Südens Deutschlands zeigte sich erneut ein enormes Niederschlagsdefizit und ließ die ohnehin schon niedrigen Bodenfeuchtewerte weiter sinken. Die Folge waren weiterhin schlechte Keim- und Auflaufbedingungen für die Winterungen. Auch bei der Rodung von Kartoffeln und Zuckerrüben gab es vielerorts deutliche Mindererträge und qualitative Einschränkungen. In den südlichen Gebieten - etwa südlich der Donau - reichten die Niederschläge dagegen aus, um eine starke Herbstentwicklung und Bestockung zu induzieren. Winterweizen wurde meist während der Trockenperiode gesät und lief bei ausreichender Feuchtigkeit rasch auf.

November: Boden blieb weiterhin zu trocken

Die trockene, warme und sonnige Wetterserie riss auch im November nicht ab. Die Bodenfeuchtesituation hatte sich zum Vormonat kaum erbessert. Beeindruckend waren vor allem die Abweichungen zum langjährigen Mittel, die vielerorts mehr als - 45 % betrugen. Im letzten Novemberdrittel kehrte in der Pflanzenwelt allmählich Winterruhe ein.

Mit Material von DWD

Gewitterwolken und Dürre: Wetterfotos vom Acker

Ernte bei Unwetter
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Herbst und Winter
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