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Tschechien: Geringe Erträge lassen Ernte schrumpfen

© landpixel
von , am
15.08.2012

Berlin - Tschechien rechnet mit der geringsten Getreideernte seit 2007. Ursache dafür sind vor allem witterungsbedingten Ertragsverluste.

Weizen und Bohne waren gestern im Plus. © hapo/landpixel
In Tschechien wird laut der zweiten Ernteschätzung des Statistischen Amtes CSU Ende Juli, eine Getreideernte von 5,7 Millionen Tonnen erwartet. Im Vergleich zur überdurchschnittlichen Ernte im letzten Jahr sinkt die Getreideproduktion um knapp 1,5 Millionen Tonnen, was einem Minus von 20,7 Prozent entspricht. Das statistische Amt rechnet mit der niedrigsten Ernte seit 2007.
 
 
 
Der erwartete durchschnittliche Ertrag pro Hektar von Getreide ist mit 4,32 Tonnen (-19,1 Prozent) deutlich geringer als im Jahr 2011. Ursache dafür sind vor allem die ungünstigen Witterungsbedingungen während der Vegetationsperiode.

Weizenerträge deutlich unter dem Vorjahr

Der bedeutendste Produktionsrückgang wird im Vergleich zum Jahr 2011 beim wichtigsten Getreide in Tschechien, dem Winterweizen erwartet. Die prognostizierte Ernte von rund 3,3 Millionen Tonnen ist 1,4 Millionen Tonnen oder 28,7 Prozent niedriger als Im Jahr zuvor. Neben einer geringeren Anbaufläche von Minus 7,4 Prozent ist vor allem der deutliche Rückgang des Ertrags um 23 Prozent auf 4,45 Tonnen pro Hektar als Ursache zu nennen. Niedrige Erträge werden auch bei der Wintergerste mit 4,02 Tonnen pro Hektar (-13,4 Prozent) erwartet.

Flächenausdehnung beim Raps

Für Raps geht das Statistische Amt von einer Erntemenge von knapp 1,1 Millionen Tonnen aus, was eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 27 Tausend Tonnen oder einem Plus von 2,5 Prozent entspricht. Die Steigerung der Produktion wird durch eine Erweiterung der Anbaufläche auf rekordverdächtige 401.000 Hektar (+7,5 Prozent) verursacht. Der Ertrag liegt allerdings mit 2,67 Tonnen pro Hektar 4,6 Prozent unter dem Vorjahr.
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