Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bayer, Monsanto und Gentechnik light

TV-Tipp: Kampf ums Saatgut – Wer bestimmt, was wir essen?

Ein Gebäude des Konzerns Bayer in Berlin
am Montag, 30.05.2022 - 10:23 (1 Kommentar)

Eine Reportage beschäftigt sich am Montagabend mit dem Thema Saatgut. Woher kommen die Pflanzen, die auf unseren Äckern wachsen? Wer bestimmt, was wir essen?

Der TV-Sender ARD alpha zeigt am Montagabend ab 22.50 Uhr die DokThema Reportage „Kampf ums Saatgut – Wer bestimmt, was wir essen?“. Wer keine Zeit hat, findet den Beitrag ab sofort hier in der ARD-Mediathek.

Feldfrüchte sind die Basis unserer Ernährung, so der Sender. Unser täglich Brot hänge davon ebenso ab wie das Futter unserer Tiere. Die Macher der Doku fragen: Woher kommen die Pflanzen, die auf unseren Äckern wachsen? Und werden sie – und damit unsere Grundnahrungsmittel – immer teurer, wenn nur noch wenige Anbieter die Preise diktieren?

Pflanzenschutzmittel und Saatgut: Großkonzern Bayer/Monsanto

Unter anderem geht es in der Sendung um den Chemie-Konzern Bayer AG. Er ist einer von nur vier agro-chemischen Großkonzernen auf der Welt. Diese vier Unternehmen dominieren die Entwicklung und den Handel von Saatgut auf den globalen Märkten, erklärt ARD alpha.
 
Erst 2018 hatte Bayer den amerikanischen Saatgut- und Pflanzenschutzmittelhersteller Monsanto übernommen. Das Geschäftsmodell des Konzerns heute: ertragreiches, teils gentechnisch verändertes Saatgut plus passende Insekten- und Pflanzenschutzmittel aus einer Hand. Bayer werbe damit, so die Ernährung der Weltbevölkerung sicherstellen zu wollen.

Kritiker: Extrem teure Patentanmeldungen auf Saatgut

Kritiker, die in der Reportage ebenfalls zu Wort kommen, fürchten jedoch eine immer größer werdende Abhängigkeit der heimischen Bauern von den Großkonzernen.

So schätzt ein Oberpfälzer Haferzüchter zwar das strenge, deutsche Sortenschutzgesetz, vor dessen Zulassungskammer er immer wieder bestehen muss. Untergraben werde das bewährte System aber durch immer mehr Patentanmeldungen auf Saatgut. Diese seien extrem teuer - und würden daher überwiegend von den großen Saatgutkonzernen eingereicht. Außerdem müssten sich die Mittelständler mit den neuen Technologien in der Pflanzenzüchtung auseinandersetzen.

Gentechnik light bei Saatgut: Chance oder Gefahr?

So ermöglicht das Genome Editing einen einfacheren und billigeren Eingriff in das Genom der Pflanzen. Als „Gentechnik light“ ist es unter den Züchtern aber umstritten:  Ist es Chance oder Gefahr für die Mittelständler?

Die Entwicklung in der Forschung ist rasant, doch die Gesetzgebung und die Risikoeinschätzung kommen nicht hinterher. DokThema trifft Züchter und Landwirte, aber auch Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger.

  • Haben die konventionellen Pflanzenzüchter noch eine Zukunft?
  • Und ist die Biodiversität auf unseren Feldern in Gefahr?
Mit Material von ARD alpha

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