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Pflanzenschutzmitteleinsatz

Unkrautbekämpfung: Diesen Einfluss hat die Luftfeuchtigkeit

Düse
am Montag, 25.03.2019 - 09:30

Über Düsen und Wassermengen wird viel geredet. Aber wirkt sich die Luftfeuchte auf die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln aus?

Damit eine Unkrautbekämpfung erfolgreich ist, muss das passende Mittel gewählt werden. Soweit, so banal. Aber genauso wichtig wie die Wirkstoffwahl sind die Rahmenbedingungen, unter denen das Herbizid zum Einsatz kommt.

Die Berater des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum (DLR) in der Eifel empfehlen: Verzichten Sie gerade bei der Unkrautbekämpfung auf reduzierte Aufwandmengen! Sie sind Ursache Nummer eins für die Entstehung von Resistenzen und fördern deren Ausbreitung.

Wassermenge muss ausreichen

Beim Herbizideinsatz sind solide Wasseraufwandmengen nötig. „Im Bereich von 250 bis 300 l/ha gibt es selten Probleme“, heißt es vom DLR. „Dennoch muss darauf geachtet werden, dass die verwendeten Düsen zur Wasseraufwandmenge passen.“

Vor allem bei niedrigeren Wasseraufwandmengen bis an die 200 l/ha ist das entscheidend. „200 l/ha Wasser mit einer 05er-Injektordüse auszubringen geht meisten schief. Die Tröpfchengröße ist dabei zu grob.“ Die Wassermenge ist also auf Fahrgeschwindigkeit und Druck abzustimmen.

Abdriftmindernde Düsen schützen die Randbereiche. Aber: „Die Verwendung von abdriftarmen Düsen sollte nicht dazu verleiten, bei hohen Windgeschwindigkeiten zu behandeln.“ Die Abdriftschäden können schnell große Dimensionen annehmen.

Luftfeuchte wird zu wenig beachtet

„Ein sehr wichtiger Punkt, der leider viel zu selten beachtet wird, ist die relative Luftfeuchtigkeit beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“, stellen die DLR-Berater fest.

Sie empfehlen, den Pflanzenschutz einzustellen, wenn die relative Luftfeuchte unter 60 Prozent sinkt. Die niedrige Luftfeuchtigkeit beim Spritzen verringert die Wirkstoffaufnahme in die Pflanze deutlich. Zudem nehmen die Verdunstungsverluste massiv zu. „Niedrige Luftfeuchten wirken sich deutlich negativer aus als höhere Temperaturen.“

Wo es derzeit nicht regnet, eignet sich Ende März die Luftfeuchtigkeit in den Morgenstunden bis etwa 11 Uhr und ab den Nachmittagsstunden ab 17 Uhr besser für Pflanzenschutzmaßnahmen als die Mittagszeit.

Drei Tipps für die richtige Pflanzenschutzanwendung

  • Je feintropfiger die Ausbringung, desto höher ist die Verdunstungsgefahr,
  • Trockene Luft nimmt auch bei niedrigeren Temperaturen mehr Wasser auf als feuchte Luft,
  • Pflanzen haben bei höheren Temperaturen eine dickere Wachsschicht.
Mit Material von DLR Eifel

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