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Bunker-Gemüse

Unterirdische Farm: Pflanzenbau in 33 Metern Tiefe

Gemüseanbau im Bunker
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Eva Eckinger, agrarheute
am
05.12.2017

Unter den Straßen Londons wächst Gemüse. Zwei Unternehmer sind auf einem erfolgreichen Weg, mit ihrem Konzept die permanent wachsende Stadtbevölkerung künftig ernähren zu können.

Zwei Unternehmer bauen unter dem Namen Zero Carbon Food in London unterirdisch Pflanzen an. In einem alten Weltkriegsbunker in 33 Metern Tiefe arbeiten und ernten die beiden mit wachsendem Erfolg. Sie glauben, mit ihrem Konzept in Zukunft die stetig wachsende Stadtbevölkerung rund um den Globus ernähren zu können. Ihre einzige Sorge: Der Brexit.

Anbau von Gemüse und Kräutern im Bunker

Unter den Straßen Londons findet man aber nicht nur Dunkelheit und modrige Gänge, sondern auch üppiges Grün. Wie Schweizer Bauer berichtet, wachsen in den Bunkern im Westen der Metropole Microgreens, also Gemüse und Kräuter, die man in einem sehr frühen Stadium erntet. Diese geschmacksintensiven Pflänzchen werden immer beliebter, berichtet Steven Dring von der Firma Zero Carbon Food laut Schweizer Bauer.

Fenchel und Koriander unter LED-Lampen

Pinke Leuchtstoffröhren und LED-Lampen erzeugen das nötige Licht. Fenchel, Koriander, Wasabi und Senfblätter zum Beispiel. In einem Nebenraum werden Teppichmatten mit Samen bestreut. Diese dürfen dann bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Dunkeln bis zu fünf Tage wachsen, berichtet das Schweizer Fachmagazin.

Probleme der industriellen Landwirtschaft

Experten zufolge werden bis zum Jahr 2050 etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung in Ballungsräumen leben. Die industrielle Landwirtschaft, wie sie aktuell funktioniert, wird die Menschheit dann kaum mehr ernähren können.

Steven Dring erklärt gegenüber Schweizer Bauer: "Wir wollten dort anbauen, wo unsere Produkte auch konsumiert werden können: direkt in der Stadt. So spart man sich lange Transportwege und reduziert den Kohlendioxid-Ausstoss."

Brexit macht Unternehmern Sorgen

In anderen Ländern ist das Konzept bereits seit einiger Zeit erfolgreich, zum Beispiel in Singapur oder den USA. Auch für das britische Unternehmen winkt der Erfolg: Rund 5000 Packungen unterirdisches Gemüse liefern sie laut Schweizer Bauer täglich aus.

Allerdings verschrecke die finanzielle Unsicherheit Kunden und Investoren, erzählt die Unternehmer. Das Schlimmste sei jedoch, dass sie Subventionen aus Brüssel verlieren werden, berichtet Schweizer Bauer. Das größte Förderprogramm falle 2019 mit dem EU-Austritt weg.

Mit Material von Schweizer Bauer, youtube.com

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