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US-Ernteschätzung: Die globalen Daten im Überblick

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von , am
11.03.2013

Washington - Am Freitag hat das US-Landwirtschaftsministerium seine neueste globale Ernteschätzung veröffentlicht. Die Maispreise schossen kurz danach nach oben, bei Soja blicken jetzt alle nach Südamerika.

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Nachdem das US-Landwirtschaftsministerium seine neueste Ernte- und Verbrauchsschätzung am Freitag herausgegeben hatte, haben die Sojapreise zunächst nachgegeben. Bis zum Montag hatte der Markt die Einschätzung zum Sojamarkt neu eingenordet und die Preise hatten ihre Verluste vom Wochenschluss wieder wettgemacht.
 
Derzeit gewinnt die auf vollen Touren laufende südamerikanische Sojaernte für die Versorgung der globalen Märkte immer mehr an Bedeutung. Nachdem in Argentinien aber Trockenheit herrscht, hatten Analysten im Vorfeld mit einer niedrigeren Ernteschätzung gerechnet als das USDA letztendlich bekannt gab.
 
Für Brasilien beließ das USDA die erwartet Ernte unverändert zur Februarprognose auf dem bisherigen Rekordstand von 83,5 Millionen Tonnen.

Niedersachsen: Abgeber von Wirtschaftsdünger aufgepasst

Mais: Verbrauch als Futter steigt auf Rekordhöhe

In weiten Teilen Niedersachsens startet die Maisernte 2015 erst noch. © Mühlhausen/landpixel

Landwirte rund um die Welt verfüttern Rekordmengen an Mais. Das hat sich auf die Preise niedergeschlagen. Sie sind direkt nach Veröffentlichung des USDA-Berichts gestiegen.


Die Maispreise sind nach Veröffentlichung des neuen USDA-Report kräftig gestiegen. Der Grund dafür ist, dass Landwirte sowohl in Amerika, als auch weltweit, Mais in Rekordhöhe verfüttern. Ähnlich wie bei Soja rückt die südamerikanische Ernte in den Fokus der Marktteilnehmer. Die Ernte soll dort Rekordhöhen erreichen.
 
Trotz einer leichten Korrektur der argentinischen Ernte nach unten (Trockenheit), ist dies immer noch die bislang größte argentinischen Ernte überhaupt. Die brasilianische Produktion bleibt unverändert zum Vormonat in etwa auf dem Rekordstand des letzten Jahres.
 
Für die EU erwartet das USDA den Maisimport bei zehn Millionen Tonnen und damit fast doppelt so hoch wie im letzten Jahr. Grund ist die um fast 20 Prozent kleinere Ernte.
1: Soja - Südamerikanische Ernte im Fokus ...
2: Mais - Verbrauch als Futter steigt auf Rekordhöhe ...

Weizen: Europäer zweitgrößter Exporteur

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Der Weizenmarkt ist nach wie vor hart umkämpft. Das zeigt der aktuelle US-Report wieder. Die europäischen Länder gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung.


Der Export ist für die weitere Entwicklung der Weizenpreise entscheidend. Beeinflusst werden die Weizenpreise aber auch von der weiteren Entwicklung beim Mais. Er spielt als wichtigstes Futtersubstitut eine große Rolle.
 
Das USDA hat die Ausfuhrmenge des weltweit größten Exporteurs USA angesichts des anhaltend starken Wettbewerbs an den Exportmärken ein weiteres Mal nach unten korrigiert. Gleichzeitig hat das USDA die Endbestände in den USA nach oben gesetzt - was Analysten im Vorfeld des USDA Reports allerdings auch in etwa so erwartet hatten.
 
Ursache für den rückläufigen US-Export ist unter anderem die starke Wettbewerbsposition der EU-Länder. Hier hat das USDA die Ausfuhrmenge gegenüber Februar nochmals erhöht.
oz/ez
3: Weizen - Europäer zweitgrößter Exporteur ...
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