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US-Farmer bauen deutlich mehr Gensoja an

von , am
02.07.2014

Die US-Farmer haben den Anbau gentechnisch-veränderten Pflanzen erneut gesteigert. 11 Prozent mehr Gensoja wächst dieses Jahr auf amerikanischen Feldern.

2014 wurden etwa 10.000 Hektar Sojabohnen in Deutschland angebaut. © landpixel
Nach Angaben des US-Agrarministeriums sind die Flächen gentechnisch veränderter Pflanzen 2014 um gut vier Prozent gestiegen, berichtet das Informationsportal 'transGen'. Bei den allen wichtigen Kulturen wie Mais, Sojabohnen und Baumwolle steigt der Anteil von gv-Sorten an der Gesamterzeugung und liegt jetzt bei durchschnittlich 95 Prozent. Insbesondere bei Soja stieg der Anteil an GVO und erreicht ein Rekordniveau von 84,6 Millionen Hektar. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr.

Weniger gv-Mais-Fläche

Nach dem Spitzenwert im Vorjahr ist bei Mais die Gesamtfläche 2014 um vier Prozent zurückgegangen. Dem entsprechend sinkt die mit gv-Mais bewirtschaftete Fläche um drei Prozent auf nunmehr 34,4 Millionen Hektar. Der Anteil der gv-Sorten steigt sogar von 90 auf 93 Prozent. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der im Frühjahr 2014 ausgebrachten gv-Maissorten verfügen über mehrere Insekten- und Herbizidresistenzen. Nach deutlichen Rückgängen im Vorjahr legt nun der Baumwollanbau wieder zu. Die Gesamtfläche steigt 2014 um vier Prozent, der Anteil der gv-Sorten macht einen Sprung von 90 auf 96 Prozent.

Probleme mit Resistenzen

Auch die zunehmenden Probleme mit resistenten Unkräutern und Schädlingen haben bei den US-Farmern nicht zu einer veränderten Saatgut-Nachfrage geführt. In einigen Regionen haben sich inzwischen verschiedene Unkräuter verbreitet, die gegen den überwiegend ausgebrachten Herbizidwirkstoff Glyphosat (Roundup) resistent geworden sind.
 
Allerdings sind die Landwirte deswegen kaum zu herkömmlicher Unkrautbekämpfung zurückgekehrt, sondern bevorzugen neue gv-Sorten, die über Toleranzen gegen weitere Herbizid-Wirkstoffe verfügen, mit denen auch die Roundup-resistenten Unkräuter bekämpft werden können, berichtet das Informationsportal transGen. Außerdem können die Landwirte nun im Wechsel verschiedene Herbizide ausbringen und so eine Resistenzbildung bei den Unkräutern hinauszögern.
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