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USA: Anbau herbizidtoleranter Zuckerrüben überprüft

von , am
20.07.2012

Washington - In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben wieder uneingeschränkt möglich. Die erneute Umweltverträglichkeitsprüfung stufte die herbizidtolerante Rübe als sicher ein.

© Mühlhausen/landpixel
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigt den uneingeschränkten Anbau herbizidtoleranter Zuckerrüben. Gentechnisch veränderte Zuckerrüben sind ebenso sicher wie herkömmlich gezüchtete. So lautet das Fazit der Umweltverträglichkeitsprüfung, die das Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) seit 2009 durchgeführt hat.
 
Die Behörde hat nochmals intensiv mögliche Umweltauswirkungen der sogenannten Roundup Ready®-Zuckerrüben wissenschaftlich geprüft, eingegangene Anmerkungen berücksichtigt und drei Anhörungen der Öffentlichkeit durchgeführt. Auf der Basis dieser umfangreichen Prüfung hat das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium am 19.7.2012 entschieden, den Anbau der herbizidtoleranten Zuckerrüben ab sofort wieder uneingeschränkt zu ermöglichen.

Herbizidtolerante Zuckerrüben stehen auf 90 Prozent der Anbaufläche

Hintergrund der USDA-Entscheidung war eine Klage von vier Interessenverbänden gegen das Zulassungsverfahren für Roundup Ready®-Zuckerrüben durch das US-Landwirtschaftsministerium. Diese wurde 2008 vor Gericht abgewiesen. Jedoch wurde die weitere Zulassung davon abhängig gemacht, dass eine erweiterte Prüfung zu möglichen Auswirkungen der gentechnisch veränderten Zuckerrüben auf die Umwelt durchgeführt wird.
 
Die amerikanischen Landwirte nutzen seit Jahren herbizidtolerante Zuckerrüben auf mehr als 90 Prozent der Anbaufläche - auch in der Phase, in der der Anbau der Roundup Ready®-Zuckerrüben für sie mit Auflagen verbunden war.

Voerst keine neuen Zulassungen in Europa

Wie jüngste Recherchen von Testbiotech zeigen, wird die EU-Kommission in diesem Jahr wohl keine neuen Anbauzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzen vergeben. Die Europäische Kommission hat die Dossiers für drei Mais-Varianten, an die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA zurückgeschickt. Die Varianten MON810, Bt11 und Mais 1507 waren von der EFSA bereits mehrfach positiv bewertet worden. Die Lebensmittelbehörde hat sich für ihre neue Bewertung des Mais MON810 eine Frist bis Dezember 2012 gesetzt.
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