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Aus der Wirtschaft

USA: Mais und Sojaernte sehr früh beendet

von , am
24.10.2012

Die Mais- und Sojaernte in den USA ist fast abgeschlossen und kommt damit deutlich früher zum Abschluss als in den Jahren zuvor. Die Aussaat von Winterweizen entspricht dem langjährigen Durchschnitt.

Die Firma Lanworth bezifferte die neue us-amerikanische Maisernte mit 14,647 Mrd. Scheffel. © H.D.Volz/Fotolia.com
Die US-Maisernte war am 22. Oktober zu 87 Prozent eingebracht. Im langjährigen Mittel haben die US-Farmer zu diesem Termin gerade einmal die Hälfte der Maisernte von den Feldern geholt. Der frühe Ernteabschluss, und die zeitlich enge Erntephase, erklären auch den regional entstandenen temporären Angebotsdruck. Analysten hatten zuletzt sogar noch ein höheres Erntetempo erwartet, so dass das Ergebnis sogar am unteren Ende der Erwartungen von 87 bis 95 Prozent lag. Grund für die Verzögerung sind Regenfälle im Osten des US-Maisgürtels. In den meisten anderen Regionen ist allerdings weiter zu trocken.

Maisernte in Iowa und Illinois beendet

In den beiden wichtigsten Anbaustaaten des Maisgürtels Iowa und Illinois ist die Maisernte allerdings nahezu komplett. In Iowa sind bereist 93 Prozent der Maisernte eingebracht – üblicherweise sind es zu diesem Termin 42 Prozent. In Illinois ist die ernte zu 92 Prozent komplett - gegenüber 30 Prozent im langjährigen Mittel. Grund für die den sehr frühen Ernteabschluss ist zu einem der sehr frühe Aussaattermin und zudem die sehr guten Wachstumsbedingungen im Frühjahr. Der frühe Ernteabschluss bringt indessen auch die Analysten und US-Statistiker in Schwierigkeiten. Die neue Ernte hat nämlich bereits begonnen bevor das neue Wirtschaftsjahr am 1. September gestartet war .

Soja ebenfalls sehr früh geerntet

Die US-Sojaernte war Ende der dritten Oktober-Woche zu etwa 80 Prozent abschlossen. Im langjährigen Mittel sind es zu diesem Zeitpunkt 69 Prozent und damit deutlich weniger. Der Erntefortschritt in den drei wichtigsten Anbaustaaten Iowa und Illinois lag mit 96 und 80 Prozent ebenfalls deutlich höher als im langjährigen Mittel. In Iowa hat man zu diesem Termin sonst 78 Prozent des Soja geerntet und in Illinois 71 Prozent. Die Nummer drei unter den Sojastaaten der USA (Minnesota), hatte die Ernte bereist völlig abgeschlossen und auch in anderen großen Anbaustaaten wie Süddakota war die Ernte komplett.

Winterweizen im Zeitplan

Die Aussaat von Winterweizen war in der dritten Oktoberwoche zu 81 Prozent komplett. Das entspricht fast genau dem langjährigen Mittel von 80 Prozent. Im mit Abstand wichtigsten Anbaustaat von Winterweizen (Kansas) ist die Aussaat mit 91 Prozent allerdings schon deutlich weiter fortgeschritten als im Mittel des Landes und auch als im langjährigen Mittel (84 Prozent). Grund ist die erneut zu warme und trockene Witterung, die zwar keine optimalen Wachstumsbedingungen bietet aber offenbar ein hohes Aussaattempo ermöglicht.

In Kansas weiter sehr trocken

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Lediglich 40 Prozent des in Kansas gepflanzten Winterweizens befindet sich guter oder sehr guter Verfassung. Das sind weniger als im sehr trocken Vorjahr (43 Prozent). Für bessere Wachstumsbedingungen der Pflanzen ist unbedingt Regen erforderlich. Im letzten Jahr hatten die Farmer in Kansas in Anbaufläche trotz der widrigen Wachstumsbedingungen deutlich ausgedehnt. Im zweitwichtigsten Anbaustaat Oklahoma hatten die Farmer im letzen Jahr den Winterweizenanbau sogar noch stärker ausgedehnt als ihre Kollegen in Kansas. In Oklahoma war die Aussaat für die neue Ernte jetzt zu 86 Prozent abgeschlossen, im Vergleich zu 79 Prozent im langjährigen Mittel.
 
Das US-Analystenhaus Informa Economics erwartet in einer aktuellen Prognose eine Ausdehnung des Weizenanbaus in den USA (Winter und Sommerweizen) von knapp zwei Prozent. Bei Mais rechen die Analysten im Vergleich zu diesem Jahr mit einer weiteren Ausdehnung der Anbaufläche von ein und bei Soja sogar von fast vier Prozent.
 
 

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