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USA: Schwerste Dürre seit 25 Jahren

von , am
19.07.2012

Washington - Die USA ächzen unter einer schweren Dürre. Etwa zwei Drittel des Landes sind betroffen. Landwirtschaftsminster Tom Vilsack hat sich deswegen am Mittwoch mit Präsident Barrack Obama beraten.

Vor allem im Süden Deutschlands, kam der Regen für viele Maisbestände zu spät. © USDAgov
Die Vereinigten Staaten werden von der schwersten Dürre seit 25 Jahren heimgesucht. Wie das US-Landwirtschaftsministerium am Montag mitteilte, befinden sich 30 Prozent des US-Mais in "schlechtem bis sehr schlechtem Zustand". Es stützt sich dabei auf eine USDA/NASS-Analyse vom 8. Juli.
 
Seit 1988, als etwa die Hälfte der US-Maisernte mit "schlecht bis sehr schlecht" bewertet war, stand der Mais in den Staaten im Monat Juli nicht mehr schlechter da. Das letzte Mal wurden 30 Prozent der US-Maisbestände im September 2002 mit "sehr schlecht" klassifiziert.
 
Auch die Aussichten für die Sojabohnenernte werden immer schlechter. Das treibt die Preise an den Börsen (Echtzeitkurse zu Sojaschrot- und Bohnen finden Sie in unserem Marktkompass ...).

Hitze und Trockenheit im Corn Belt

Von der Trockenheit besonders betroffen ist der Mittlere Westen, der so genannte Corn Belt. Dort wird der meiste Mais angebaut. Für den Rest der Woche werden im Mittleren Westen weiter sehr hohe Temperaturen erwartet: bis zu über 100 Grad Fahrenheit (knapp 38 Grad Celsius, Anm. d. Red.).
 
Im Bereich des östlichen Corn Belt sollen die Temperaturen bis Ende der Woche - begleitet von vereinzelten Niederschlägen - etwas zurückgehen. Für die kommende Woche wird fast landesweit wieder zu trockenes und heißes Wetter erwartet.

Notkredite für Farmer

Präsident Barack Obama und Landwirtschaftsminister Tom Vilsack haben sich am Mittwoch im Weißen Haus beraten. © USDAgov
Wegen der anhaltenden Trockenheit und der daraus resultierenden schlechten Ernteaussichten haben sich am Mittwoch auch US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack und Präsident Barrack Obama im Weißen Haus beraten. Ein Hauptthema des Gesprächs war, wie den Farmern geholfen werden kann.
 
Mittlerweile wurde in knapp 1.300 Landkreisen in 29 Staaten der Notstand ausgerufen. Farmer in diesen Gebieten können Notfallkredite beantragen. Vilsack kündigte an, dass sich Beamte auf den Weg in die Katastrophengebiete machen, um Landwirten bei der Inanspruchname staatlicher Hilfen zu unterstützen.  

Marktanalyse: Hitze treibt Getreidepreis in die Höhe (5. Juli)

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