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USA/Prognose: Farmer bauen mehr Soja an

© landpixel
von , am
28.03.2013

Das USDA veröffentlicht heute wichtige Daten zum Getreide- und Ölsaatenmarkt. Je stärker diese von Analystenschätzungen abweichen, desto größer die Preisausschläge an den Märkten.

Der Fronttermin der Sojabohne konnte am gestrigen Handelstag ein Plus von 9,75 Cent je Bushel verzeichnen. © Mühlhausen/landpixel
 Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht heute konkrete Daten zur Anbauplanung der US-Farmer bei Mais und Soja sowie bei Sommerweizen. Außerdem werden die US-Lagerbestände und damit die Versorgungslage bis zur Ernte ermittelt.
 
Aufgrund der Bedeutung dieser Informationen für die globale Marktentwicklung beschäftigen sich vor Veröffentlichung der Daten zahlreiche Analysten mit den erwarteten Ergebnissen. Je größer die Abweichungen der Analystenschätzungen von den vom USDA veröffentlichten Daten sind, um so größer sind am Ende die Preisausschläge an Märkten.

Maisanbau bleibt fast stabil

Beim Mais gehen die wichtigsten US-Analysten in einer Konsensschätzung von fast stabilen Anbauverhältnissen aus. Mit einer Anbaufläche von 39,37 Millionen Hektar (Mio. ha.) erwarten die Analysten gegenüber der Anbaufläche des Vorjahres keine wesentlichen Veränderungen. Allerdings war dies im Vorjahr die größte Maisfläche in USA seit seit 1937.
 
Damit ist 2013 bei einigermaßen normalen Witterungsverhältnissen eine Rekordernte zu erwarten. Hier liegen die Analystenschätzung nicht allzu weit auseinander.

Sojafläche wächst am meisten

Bei Sojabohnen erwarten die Analysten im Vorfeld des USDA-Reports eine Anbaufläche von 31,77 Mio. ha. Im Vergleich zu 2012 wäre dies eine Flächenzunahme von knapp zwei Prozent.
 
Auf dieser Anbaufläche dürfte bei einigermaßen durchschnittlichen Witterungsverhältnissen eine Riesenernte heranwachsen. Aber ähnlich wie bei Mais bleibt die Versorgung bis zur neuen Ernte sehr eng. Das verdeutlichen die erheblich kleineren Lagerbestände. Die US-Analysten rechnen mit 31 % kleineren Beständen als im März vor einem Jahr.

Weizenfläche fast wie im Vorjahr

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Bei Sommerweizen prognostizieren die US-Analysen keine nennenswerte Ausweitung der Anbaufläche. Anstelle von 4,97 Mio. ha im letzten Jahr sollen 2013 auf 5,06 Mio. ha Sommerweizen angebaut werden. Die Durumfläche soll mit 0,85 Mio. ha etwa stabil bleiben. Insgesamt (Sommer- und Winterweizen) rechnen die Analysten mit einer Anbaufläche bei Weizen von 22,82 Mio. ha. Dies ist eine moderte Zunahme von rund einem Prozent. Die Weizenbestände sollen Anfang März um etwa drei Prozent kleiner sein als im letzten Jahr.
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