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Aus der Wirtschaft

USDA-Bericht: Preise für Weizen und Mais geben nach

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.12.2012

Die Veröffentlichung der aktuellen USDA-Daten hat für Preisdruck am Weizenmarkt gesorgt. Gleichzeitig haben die Körnermaispreise nachgegeben. Soja bleibt stabil.

Die Kassapreise beim Weizen sind aktuell (mit Ausnahme von E-Weizen) deutlich besser als im vorigen Jahr. © Mühlhausen/landpixel
Am Weizenmarkt hat der aktuelle USDA-Bericht vom Dezember für Preisdruck gesorgt. Grund ist zum einem die doch etwas überraschend nach oben korrigierte globale Produktion und zum andern die ebenfalls leicht nach oben gesetzten Endbestände. Gleichzeitig erwarten die USDA-Experten den Welthandel etwas größer als im November. Die Vereinigten Staaten selbst können davon jedoch nicht profitieren und verlieren sogar Marktanteile im Export. Dies hat vor allem an den US-Märkten zu kräftigen Preisabschlägen geführt und die Kurse am Terminmarkt in Chicago sind zeitweise um mehr als auf ein fünf-Monatstief gefallen. An der insgesamt sehr engen globalen Versorgungbilanz ändern diese Korrekturen jedoch nichts.
 
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Mais: Europa muss mehr importieren

Die Preise für Körnermais haben nach der Veröffentlichung der neuen USDA-Daten sowohl in Europa als auch in Übersee nachgegeben. Dabei hat sich an der sehr engen globalen Versorgunglage und den extrem niedrigen Lagerbeständen kaum etwas geändert. Die um rund acht Millionen Tonnen nach oben geschätzte globale Produktion ist ausschließlich auf die über den bisherigen Schätzungen liegende chinesische Ernte zurückzuführen. Dieser Zuwachs wird jedoch unmittelbar von dem noch schneller wachsenden chinesischen Bedarf aufgesogen und hat für die weltweiten Märkte keine Bedeutung. Damit bleibt die globale Lücke zwischen Produktion und Verbrauch fast unverändert groß und die Endbestände schrumpfen auf das niedrigste Niveau seit 2007.
 
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Soja: Stabile Prognosen für Südamerika

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Bei Sojabohnen hat der neue USDA-Bericht - anders als in den beiden Vormonaten - keine größeren Veränderungen der Produktions- und Handelsdaten gebracht. Auch für die beiden großen südamerikanischen Exporteure (Argentinien und Brasilien) blieben die Ernteschätzungen für das kommende Frühjahr unverändert auf Rekordkurs. Lediglich die globalen Endbestände schrumpfen wegen der etwas größeren Verarbeitung von Soja zu Sojaschrot (in den USA) etwas stärker. Die Terminmärkte reagierten auf die neuen Daten - anders als bei Weizen und Mais - mit stabilen Kursen. In den letzten Wochen hatten die Preise für Soja und Sojaschrot bereits wieder kräftig zugelegt.
 

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