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USDA: Ernte-Prognosen im Überblick

© Mühlhausen/landpixel
von , am
14.06.2012

Washington - Die neuesten Ernteschätzungen des US-Landwirtschaftministeriums prognostizieren Rekordernten für Mais und Soja. Für Weizen und Gerste wurden die Zahlen aber nach unten korrigiert.

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In der aktuellen Juni-Prognose setzt das USDA seine Schätzung für weltweite Maisernte nochmals nach oben und übertrifft damit noch die Rekorderwartung des Vormonats. Die Gründe für den weiteren Produktionszuwachs liegen in einer verbesserten Produktionsprognose für China, die EU und Russland.
 

Weizen: Globale Ernte immer kleiner

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die globale Produktion von Weizen weiter nach unten korrigiert. Die EU-Prognose wurde nochmals um eine Million Tonnen gesenkt. Im Vergleich zum Mai hat das US-Landwirtschaftsministerium die Weizenprognose für Deutschland auf 21,8 Millionen Tonnen gekürzt.
Damit wäre die Produktion im kommenden Jahr (2012/13) mit 672 Millionen Tonnen (Mio.t) rund fünf Millionen Tonnen kleiner als man noch im Mai erwartet hatte und würde die Rekordernte des letzten Jahres um 22 Mio. t verfehlen. Auch die Bestände schrumpfen weiter und fallen auf ein vier-Jahrestief.

Gerste: Bilanz bleibt eng

Am globalen Gerstenmarkt deckt die neue Ernte nicht den Bedarf. Die Bestände werden weiter schrumpfen. Damit verändert sich jedoch die grundsätzliche Einschätzung des USDA vom Mai zum Juni kaum. Allerdings setzten die US-Experten sowohl die Produktion als auch den Verbrauch leicht nach unten. Einer globalen Ernte von 134,7 Millionen Tonnen (Mio.t.) stände danach ein Bedarf von 135,7 Mio. t gegenüber, so dass die Bestände um rund 0,5 Mio. t auf 20 Mio. t schrumpfen. Das wäre der niedrigste Bestand seit 2007.
 

Soja: Versorgung bleibt knapp bis zum Herbst

Während die Sojaproduktion im vergangenen Wirtschaftsjaht schwach war, prognostiziert das USDA eine Rekordernte für die neue Saison. Die Prognosen für die neue Saison 2012/13 lassen auf eine neue globale Rekordernte sowie eine deutlich komfortablere Versorgung hoffen. Allerdings ist die Anbaufläche in den USA gegenüber dem Vorjahr – trotz der hohen Preise – nicht ausgeweitet worden. Fraglich sind zudem die bisherigen Ertragserwartungen für die im Herbst anstehende neue US-Ernte, denn die US-Hauptanbaugebiete leiden unter Trockenheit.
 

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