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Aus der Wirtschaft

USDA: Maisernte runter, Sojaernte hoch

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von , am
07.11.2012

Im Vorfeld der neuen Daten zum globalen Getreide- und Ölsaatenmarkt, gehen private US-Analysten von einer leichten Korrektur der Sojaproduktion nach oben aus.

© Mühlhausen/landpixel
In den USA war die Maisernte in der ersten Novemberwoche zu 95 Prozent abgeschlossen, so dass die Daten zu den Erträgen und den Produktionsergebnissen schon ziemlich genau sein dürften. Im Oktober hatte das USDA die Maisproduktion in den USA nochmals leicht um 0,6 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 271,0 Mio. t nach unten gesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang von 42 Mio. t bzw. 14 Prozent. Die Konsensschätzung von US-Analysten für den November liegt mit etwa 270 Mio. t knapp 1 Prozent unter der letzten USDA-Prognose und geht damit von einer weiteren leichten Korrektur nach unten aus.

Hohe Preise dämpfen Verbrauch

Dabei stimmen die von den Analysten derzeit geschätzten Maiserträge sogar mit den letzten USDA-Daten überein. Grund für die leicht rückläufige Produktion ist die infolge der Dürre von den Analysten unterstellte etwas kleinere Erntefläche. Diese hatte das USDA im letzten Monat mit 35,5 Mio. ha sogar etwas nach oben gesetzt. Außerdem gehen die Analystenschätzungen von einer Korrektur der US- Quartalsbestände um etwa zwei Prozent nach oben aus. Grund hierfür ist die infolge der hohen Preise deutlich rückläufige Nachfrage am US-Binnenmarkt und im Export.

Sojaernte fast beendet

Die Sojaernte war in den USA in der ersten Novemberwoche zu 93 Prozent abgeschlossen. Im letzten Monat hatte das USDA die Produktionsdaten für die USA überraschend kräftig um 6 Mio. t auf 77,8 Mio. t nach oben gesetzt. Auch die Erntefläche wurde mit 30,6 Mio. ha etwas größer angegeben als im September. Trotz der nach oben gesetzten Produktion ist die aktuelle US-Sojaernte damit jedoch noch immer gut 6 Mio. t kleiner als im letzten Jahr und gegenüber 2010 fehlen sogar fast 13 Mio. t.

Produktion noch etwas größer

Im Vorfeld der neuen USDA-Daten rechnen private US-Analysten mit einer weiteren leichten Korrektur der US-Sojaernte um etwa ein Prozent oder knapp 1 Mio. t nach oben. Grund sind die etwas über den Erwartungen liegenden Erträge. Ähnlich wie beim Mais geht man zudem von etwas größeren US-Endbeständen von knapp zwei Prozent aus. Insbesondere bei Soja - aber auch bei Mais - bestimmt zudem in wachsendem Maße die weitere Entwicklung in Südamerika die Preisentwicklung.

Winterweizen braucht Wasser

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Am Weizenmarkt bestimmen derzeit die Daten über den Zustand des US-Winterweizens die Diskussion und auch die Prognosen. Derzeit sind etwa 92 Prozent des US-Winterweizens ausgesät. Die Wachstumsbedingungen sind indessen insbesondere in den wichtigen Anbaustaaten für den Brotweizen (Hard Red Winter) alles andere als gut. Nach wie vor fehlt den Pflanzen ausreichen Wasser und das letzte Crop Rating war des schlechteste überhaupt jemals vom USDA zu diesem Termin ermittelte.
 
Außerdem hat sich die Einstufung in der ersten Novemberwoche nochmals verschlechtert. Nur noch 39 % des Weizens befanden sich noch in gutem oder sehr gutem Zustand nach 40 % in der Vorwoche. Vor diesem Hintergrund hatten die US-Weizenpreis zuletzt ebenfalls zugelegt, wenn auch nicht so kräftig wie in Europa.
 
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