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USDA rechnet mit viel Weizen und Mais

© Fritz/agrarheute.com
von , am
12.05.2014

Das US-Landwirtschaftsministerium hat am Freitag den ersten Report mit Daten für die neue Ernte veröffentlicht. Beim Mais rechnet man mit einer Rekordernte, die Weizenernte wäre die zweitgrößte überhaupt.

Der Herbizideinsatz im Gen-Maisanbau ist aufgrund von Resistenzen wieder gestiegen. © landpixel
Am Weizenmarkt haben die Daten des neuen USDA-Report am Freitag für einen kräftigen Preisrutsch gesorgt, der sich am Montag sogar noch verstärkt hat.
 
Die erste Schätzung des USDA in diesem Jahr zur nächsten Weizenernte 2014/15 liegt bei 697 Millionen Tonnen (Mio. t). Im Vergleich zur letzten Rekordernte ist dies zwar ein Rückgang der Produktion um rund 17 Mio. t jedoch wäre dies immer noch die zweitgrößte jemals überhaupt eingebracht Weizenernte.
 
Die neue Weizenernte für die USA liegt nach der Prognose des USDA nur noch bei 53,4 Mio. t. (Analysten hatten zuvor 55,4 Mio. t erwartet). Die Exporte der USA schrumpfen vor diesem Hintergrund von 30,5 auf auf 26 Mio. t und die Europäer könnten nach Einschätzung des USDA im neuen Wirtschaftsjahr erstmals größter globaler Weizenexporteur werden. Die neue europäische Weizenernte (Weichweizen und Durum) erwartet das USDA mit 144,88 Mio. t rund 1,5 Mio. t größer als im letzten Jahr.
 
Ein weiter Grund für den Rückgang der globalen Produktionsmenge ist neben der kleineren US-Ernte vor allem die deutlich kleinere Produktionserwartung für Kanada. Eine ähnlich große Ernte wie im letzten Jahr (2013) erwartet das USDA mit rund 52 Mio. t in Russland. In der Ukraine erwartet das USDA bei der Weizenernte einen Rückgang der Produktion von etwa zehn Prozent. Gründe für den Produktionsrückgang sind die witterungsbedingt etwas kleinere Aussaatfläche sowie der geringere Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz wegen der kräftig gestiegenen Produktionskosten.
 

Mais: Rekordernte, Bestandszuwachs, Preisdruck

Für den Maismarkt bringt der erste USDA-Report mit Daten für die neue Ernte 2014/15 überwiegend bärische Daten und Preisdruck. Die globale Maisproduktion erreicht nach der aktuellen Einschätzung des USDA in etwa das Rekordergebnis des aktuellen Wirtschaftsjahres (2013/14). Hauptursache ist die Wiederholung der letzten Rekordernte in den USA. Der globale Maisverbrauch steigt zwar deutlich, jedoch sorgt die große Ernte trotzdem für ein Anwachsen der Bestände auf den höchsten Stand seit 15 Jahren (1999). Gleichzeitig liegt die Handelsmenge nur knapp unter dem Rekordwert des laufenden Jahres.
 
Die neue Maisernte der Europäischen Union erwartet das USDA mit 64,6 Mio. t fast ähnlich groß wie im letzten Jahr mit 64,6 Mio. t und damit beispielsweise deutlich kleiner als Kommission. Der europäische Import von Mais soll bei dieser Erntemenge im nächsten Wirtschaftsjahr 2014/15 die aktuelle Rekordeinfuhr von 13 Mio. t erneut wiederholen. Die Kommission erwartete bisher eine Halbierung der europäischen Maisimporte. Damit würden die Europäer nach Japan und noch vor Mexiko und Südkorea erneut der zweitgrößte Maisimporteur der Welt.

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