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USDA: Von Rekordernten und knapp versorgten Märkten

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von , am
11.05.2012

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seine neueste Ernteschätzung veröffentlicht. Während beim Mais rundweg mit Rekordwerten gerechnet wird, deckt die Weizenernte wohl nicht den Bedarf.

Auch in Paris gaben die Weizennotierungen erst einmal wieder nach. © landpixel
Mais: Durchweg Rekordwerte

Beim Mais rechnet das US-Landwirtschaftsministerium mit einer globalen Rekordernte und Rekordexporten. Die Behörde geht davon aus, dass die diesjährige Ernte um 75 Millionen auf 946 Millionen Tonnen steigt. Gleichzeitig soll der Verbrauch um 50 auf 921 Millionen Tonnen zunehmen und ist damit rund 25 Millionen Tonnen kleiner als die Produktion. Vor allem für China geht das USDA von einem höheren Maisverbrauch aus.

Weizen: Verbrauch übersteigt Produktion

Die Weizenernte wird - global gesehen - jedoch nicht den Bedarf decken. Zwischen Produktion und Verbrauch klafft eine Lücke von neun Millionen Tonnen. Sowohl Produktion als auch Verbrauch werden nach USDA-Schätzung schrumpfen. Hintergrund für den sinkenden Verbrauch ist dem Ministerium zufolge der Rückgang des Weizeneinsatzes in der Tierfütterung.

Gerste: Versorgungslage bleibt knapp

Der Gerstenmarkt bleibt weltweit knapp versorgt. Mit 135 Millionen Tonnen fällt die kommende Ernte nur wenig größer aus als die diesjährige mit 134 Millionen Tonnen. Der Gerstenverbrauch soll in etwa gleich hoch bleiben (136 Millionen Tonnen). Für Deutschland rechnet das US-Landwirtschaftsministerium mit einer Erntemenge von 9,1 Millionen Tonnen - nur geringfügig mehr als im schwachen Vorjahr (8,7 Millionen Tonnen).

Europäische Rapsernte auf sechs-Jahrestief

Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die europäische Rapsernte in seinem Maireport auf 18 Millionen Tonnen - ein sechs-Jahrestief, noch unterhalb der Prognosen europäischer Analysten. Ursache für die schwache Ernte sind sowohl die Auswinterungsschäden in West- und Mitteleuropa als auch die Trockenheit im Süden des Kontinents. Für Deutschland ermittelten die US-Analysten einen Rückgang der Erntefläche um knapp zehn Prozent auf sechs Millionen Hektar.

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