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USDA-Report: Abschläge für Weizen und Raps

© Mühlhausen/landpixel
von , am
11.12.2013

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seine neueste Markteinschätzung abgegeben. Die sorgte bei den Analysten für Überraschungen, die Preise an den Terminmärkten gaben in Folge rundweg nach.

© krick/agrar-press
Kräftige Preisabschläge für Weizen und Raps und nachgebenden Preise für Mais und Soja waren die unmittelbaren Reaktionen des Marktes auf die Ergebnisse des neuen USDA-Reports.
 
Auslöser der Marktreaktionen waren eine Reihe von Einschätzungen des USDA, die der Markt so nicht erwartet hatte.

Globale Weizenernte noch größer

Am größten war die Überraschung bei der Entwicklung der US-Endbestände bei Weizen. Hier hatten die Analysten im Vorfeld (wegen der sehr starken US-Exporte) mit einer weiteren Reduzierung der US-Endbestände von 15,4 Millionen Tonnen (Mio. t) im November auf 15 Mio. t im Dezember gerechnet. Das USDA setzte die US-Bestände hingegen leicht auf 15,64 Mio. t nach oben. Auch die globalen Endbestände beim Weizen wurden relativ deutlich nach oben gesetzt.
 
Weiter nach oben, auf einen neuen Rekordwert, ging es auch mit der globalen Weizenernte (Kanada, Australien) und auch der Weizen-Export (EU, Kanada) wurde ebenfalls weiter angehoben.

Endbestände bei Mais und Soja kleiner als erwartet

Sowohl beim Mais als auch bei Soja korrigierte das USDA die US-Endbestände als Folge der Exporte stärker nach unten als von den Analysten erwartet wurde. Anderseits ging es beim Mais mit der globalen Produktion (Ukraine, Kanada) und dem Export ein weiteres Mal nach oben. Die globalen Maisbestände setzte das USDA leicht nach unten.
 
Bei Soja wurde die Produktion mit einer größeren Ernte in Argentinien sowie einer unveränderten Rekordproduktion in Brasilien weiter nach oben gesetzt. Außerdem nimmt der Sojaexport weiter zu und die globalen Endbestände gehen mit der größeren Ernte ebenfalls leicht nach oben.

Preis für Weizen, Raps, Mais und Soja gibt nach

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Einige Zeit nach Veröffentlichung der neuen Zahlen (19.30 MEZ) lagen die Weizenpreise in Chicago etwa 1,6 Prozent (%) im Minus und die Rapspreise hatten in Kanada sogar um knapp drei Prozent nachgegeben. Der Mais lag noch 0,5 % im Minus und die Sojapreise waren ebenfalls um 0,5 % schwächer.
 
Wie so oft können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends und vor allem am nächsten Tag noch deutlich ändern und den Preisen eine andere Richtung geben.
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