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USDA-Report: Analysten erwarten kleinere US-Maisernte

© H.D.Volz/Fotolia.com
von , am
11.01.2013

Der für heute erwartete USDA- Report hat für die internationalen Märkte besondere Bedeutung. Auf Basis der Januar-Daten richten sich Märkte und Preise für die nächsten Wochen aus.

Schwierigkeiten mit der Maissilage ergeben sich häufig drei bis vier Wochen nach dem Öffnen der Maismieten. © Mühlhausen/landpixel
In den USA werden zudem die endgültigen Ernteergebnisse für Mais- und Soja festgelegt und zudem die Aussaatflächen für Winterweizen veröffentlicht.
 
Im Vorfeld der Berichtsveröffentlichung schätzen Analysten im Rahmen von Konsensschätzungen die erwarten Ergebnisse. Größere Abweichungen der vom USDA veröffentlichen Daten von diesen Schätzungen können Auslöser für heftige Marktschwankungen sein.
 
Bei der aktuellen Prognose liegen die Meinungen der verschiedenen Analystenhäuser allerdings soweit auseinander wie selten.

Korrektur bei Mais könnte Preise stützten

Bei Mais hatte hat das USDA im Dezember die aktuelle US-Ernte auf einer Erntefläche von 35,5 Millionen Hektar (Mio. ha) auf 272,4 Mio. t (10.725 Mio. bushel) geschätzt. Eine Konsensschätzung der wichtigsten Analysenhäuser der USA für eine US-Nachrichteagentur ergab im Mittel eine Korrektur der endgültigen US-Maisernte nach unten. Diese im Schnitt aller Analysten erwartete Rücknahme der Erntemenge liegt bei rund einem Prozent oder fast 2,5 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 269,90 Mio. t.
 
Würde das USDA zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, könnte dies die Maispreise - trotz der großen südamerikanischen Ernte - stützen.

Maisfläche zu groß eingeschätzt?

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Grund für die relativ deutliche Rücknahme der Produktion sind nicht etwa niedrigere Erträge, sondern eine kleinere Erntefläche.
 
Ganz überwiegend gehen die Analysten davon aus, dass das USDA die Erntefläche zu groß einschätzt. Erhebliche Flächen wurden nämlichen vor der Reife abgeerntet und zu Silage verarbeitet oder gleich als Tierfutter verwendet. Bislang ist das USDA dieser Einschätzung jedoch nicht gefolgt.
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