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Aus der Wirtschaft

USDA-Report: Bärisch für Soja und Weizen, bullisch für Mais

© Mühlhausen/landpixel
von , am
11.03.2013

Die US-Terminbörse reagierte auf die neuen USDA-Daten unmittelbar mit kräftigen Preisabschlägen für Soja und Weizen sowie mit leichten Preisaufschlägen für Mais.

In Europa wurden 2014 auf rund 0,507 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut © sima/Fotolia.com
Eines der zentralen Themen des aktuellen Reports und der Analysten-Prognosen war die Soja- und Maisernte in Südamerika. Das USDA hat die Sojaernte in Brasilien erwartungsgemäß bei 83,5 Millionen Tonnen (Mio. t) unverändert belassen. Die argentinische Sojaproduktion wurde um 2,5 Mio. t bzw. knapp drei Prozent nach unten korrigiert. Die Maisernte Argentiniens korrigierte das USDA ebenfalls leicht um 0,5 Mio. beziehungsweise zwei Prozent auf 26,5 Mio. t nach unten. Die brasilianische Maisernte blieb erwartungsgemäß mit 72,5 Mio. t unverändert.
 

Analysten erwarteten stärkere Korrektur in Argentinien

Erwartet wurde von den Analysten im Vorfeld allerdings eine etwas stärkere Korrektur der argentinischen Mais- und Sojaernte um fünf beziehungsweise vier Prozent nach unten. Dagegen gingen die Analysten für Brasilien von einer unveränderten Einschätzung des USDA zur rekordhohen Mais- und Sojaernte aus. Diese Prognose hat sich zumindest betätigt.
 

Sojabestände schrumpfen nicht weiter

Die globalen Endbestände bei Mais hat USDA um 0,5 Mio. t bzw. 0,5 Prozent auf 117,5 Mio. t nach unten genommen. Dagegen wurden die globalen Weizenbestände um 1,5 Mio. t beziehungsweise ein Prozent auf 178,2 Mio. t nach oben korrigiert. Die globalen Sojabestände blieben im Vergleich zur Februarprognose des USDA unverändert bei 60,2 Mio. t. Die Analysten hatten im Vorfeld fast unveränderte Bestandsdaten bei Mais und Weizen erwartet und dagegen eine Korrektur von etwa ein Prozent bei Soja nach unten. Diese Differenz beider Prognosen erklärt den vergleichsweise deutlichen Preisabschlag für Soja am US-Terminmarkt.
 

US-Maisbestände nicht größer

Von etwas größeren Korrekturen durch das USDA gingen die Analysten bei den US-Endbeständen aus. So erwartete man wegen der schwächeren Exporte und der ebenfalls schwächeren Nachfrage der Futtermittelhersteller einen Anstieg der US-Maisbestände zum Ende des Jahres gegenüber dem Vormonat um knapp drei Prozent. Diese Vorhersage ist nicht eigetreten, denn das USDA hat die US-Maisbestände im Vergleich zum Februar nicht verändert. Das hat zu steigenden Maispreisen am Terminmarkt geführt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies zudem ein 36 Prozent kleinerer Maisbestand und außerdem der kleinste Endbestand seit 1996.
 

US-Sojabestände unverändert

Bei Sojabohnen hatten die Analysten im Vorfeld des USDA-Reports einen Rückgang der US-Bestände um zwei Prozent erwartet. Das USDA hat die US-Bestände bei Soja jedoch im Vergleich zum Februar unverändert gelassen und damit erheblichen Preisdruck ausgelöst. Offenbar war die Nachfrage nach US-Sojabohnen nach Einschätzung des USDA sowohl von der US-Verarbeitungsindustrie als auch von den Exportmärken (China) nicht ganz so stark wie erwartet. Gleichwohl sind die Sojabestände in den USA damit 27 Prozent kleiner als vor einem Jahr.
 

US-Weizenbestände etwas größer

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Eine Korrektur nach oben erwarten die US-Analysten bei den Weizenbeständen in den USA. Hier ging man von einem Anstieg Endbestände um drei Prozent gegenüber der Februarprognose aus. Grund war der zuletzt überraschend schwache Weizenexport der USA. Hier hat das USDA die Bestände im März gegenüber dem Vormonat sogar um vier Prozent nach oben gesetzt. Damit sind die US-Weizenbestände jedoch noch immer vier Prozent kleiner als im letzten Jahr.
 
 
 
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