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USDA-Report bringt Preisrutsch bei Weizen, Mais und Soja

© agrar-press
von , am
12.06.2014

Kurz nach Veröffentlichung des USDA-Reports sind die Terminmarktnotierungen für Weizen gestern Abend kräftig gefallen. Auch die Kurse für Mais und Soja haben nachgegeben.

© Mühlhausen/landpixel
Gestern Abend hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine neue Ernteprognose veröffentlicht. Daraufhin haben die Preise für Weizen kräftig nachgegeben - schwächer fielen auch die Kurse für Mais und Sojabohnen aus.
 
Eine wesentliche Ursache für die recht heftige Reaktion des Marktes war die Aufwärtskorrektur der globalen Weizenernte über die Marke von 700 Millionen Tonnen (Mio. t) und eine weitere moderate Zunahme der globalen Endbestände.
Größere Weizenernte in der EU, China, Russland und Indien
 
Größere Ernten als noch im Mai-Report erwartet das USDA für die EU, für China, für Russland und für Indien. Analysten hatten zuvor für Russland eine Abwärtskorrektur für möglich gehalten (Trockenheit). Nicht verändert hat das USDA die Ernteprognose für Australien.
 
Für die USA wurde die Ernte wegen der Produktionseinbußen bei Winterweizen hingegen um gut ein Prozent (%) nach unten korrigiert und liegt damit neun Prozent niedriger als im letzten Jahr. Wegen der zuletzt deutlich schwächeren US-Exporte hat das USDA jedoch die US-Bestände für das laufenden Jahr und auch für die nächste Saison kräftig nach oben korrigiert. Zudem soll die EU die Exporte der Amerikaner in diesem Jahr fast erreichen und im nächsten Jahr erwartet das USDA, dass die EU die USA als größten Weizenexporteuer überholt.

Bärische Auswirkungen auf die Weizenpreise

Alles in allem wirken die neuen Daten und Prognosen zum Weizenmarkt zunächst einmal ausgesprochen bärisch. Vor diesem Hintergrund wurde der Weizen in Chicago am Mittwoch kurz nach der Veröffentlichung der neuen Daten mit mit einem Abschlag von 1,7 % gehandelt.
 
Gleichzeitig fielen die Preise für den Julikontrakt in Chicago unter die technisch wichtige Marke von 600 Cent je Bushel (Ct/bu) (162 Euro) bis auf 590 Ct/bu (159 Euro). Gleichzeitig rutschen die Weizenpreise am Mittwoch am Terminmarkt in Europa für den November unter die wichtige Marke von 190 Euro/t auf 189 Euro/t.

Ernteprogose setzt Maispreise unter Druck

Auch am Maismarkt standen die Kurse am Mittwoch Abend unter Druck. Zum einen hat das USDA die globale Rekordernte noch weiter über die Marke von 980 Mio. t nach oben geschraubt und die Endbestände werden ebenfalls größer. Größere Ernten als noch im Mai-Report erwartet das USDA im Juni für die Ukraine, für Russland und für die EU. Nicht verändert hat man die Ernteprognose für China (und auch für Südamerika).
 
Für die USA wurde die Ernteprognose ebenfalls nicht verändert und auch die US-Endbestände für die aktuelle und die nächste Saison blieben stabil. Die Handelsmenge wurde ebenfalls nach oben gesetzt und liegt nur noch knapp wenig niedriger als in der laufenden Saison. 

Sojapreise wegen Rekordernte und Rekordbeständen schwächer

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Am Sojamarkt änderte sich an den Produktionsprognosen für die kommende Saison nur wenig. Das USDA setzte die globale Rekordernte und die Bestände im Vergleich zum Mai nochmals ganz leicht nach oben. Dabei sind Endbestände fast 16 Mio. t oder 23 % größer als in der aktuellen Saison und in den USA würden sich die Endbestände sogar fast verdreifachen.
 
Allerdings hat das USDA die US-Bestände im Vergleich zur Maiprognose sowohl für die aktuelle als auch für die nächste Saison leicht nach unten korrigiert. Andererseits wachsen die globalen Endbestände im nächsten Jahr auf den höchsten jemals erreichten Stand.
 
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