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USDA-Report: Die ersten Börsenreaktionen im Überblick

von , am
11.02.2013

Von bullisch bis bärisch reichten die Reaktionen auf die neuen Zahlen des USDA-Reports. Während die Reserven für Weizen nach unten korrigiert wurden, kletterte die Schätzung für die Soja-Reserven nach oben.

© tom - Fotolia.com
"Für Weizen bullisch, für Mais neutral und für Ölsaaten leicht bärisch". So kommentierte der Börsenmakler H. Jürgen Kiefer die neueste USDA-Schätzung aus Washington. Unter dem Strich seien die Zahlen aber wenig spektakulär, also durchaus im Rahmen der im Vorfeld veröffentlichten Analystenschätzungen.
 

Bullisch für Weizen

Die Zahlen zum globalen Weizenmarkt  hat das US-Agrarressort gegenüber der Januar-Prognose nahezu unverändert gelassen. Heraus stechen die US-Reserven, die überraschend deutlich gegenüber Januar nach unten korrigiert wurden, weil mehr Weizen im Futtertrog landete. Spektakuläre Kursreaktionen an den internationalen Weizenbörsen blieben aus. Vorderer Chicago-Weizen lag um 18:30 MEZ wenige Cent im Plus, nachdem es in einer ersten Reaktion auf die frischen USDA-Zahlen einen deutlicheren Kurssprung gegeben hatte. Matif-Weizen zur Andienung im November verabschiedete sich mit  218,25 Euro pro Tonne (Euro/t) ins Wochenende, das bedeutet ein Tagesplus von 1,50 Euro/t.

Neutral für Mais

Beim Mais hat das USDA die globalen Reserven um zwei Millionen Tonnen auf 118 Millionen Tonnen (Mio. t) nach oben korrigiert, die Versorgungslage soll sich also leicht entspannen. Die am CBoT gelisteten Maisfutures bewegten sich nach Veröffentlichung der USDA-Statistik quer durch alle Laufzeiten an der Nulllinie.

Bärisch für Soja

Dr. Uwe Steffin, Chefredakteur agrarheute
Dr. Uwe Steffin, Chefredakteur agrarheute © dlv
Bei den Sojabohnen hat es gegenüber dem Januar-Bericht Veränderungen bei der für Südamerika erwarteten Ernte gegeben. Während Brasilien jetzt 83,5 Mio. t dreschen soll - das entspricht einem Plus von einer Millionen Tonnen gegenüber der Januarprognose -, werden für Argentinien  53 Mio. t statt 54 Mio. t vor Monatsfrist vorhergesagt.
 
Die Reserven bei der weltweit wichtigsten Ölfrucht sollen bei 60,12 Mio. t liegen. Im Januar hatte Washington nur 59,46 Mio. t für möglich gehalten. Die Sojafutures in Chicago tauchten am frühen Abend tief in die roten Zahlen. Der Matif-Raps verabschiedete sich je nach Laufzeit uneinheitlich ins Wochenende. Während der vordere Mai-Kontrakt 1,25 Euro auf 470,75 Euro/t einbüßte, ging es beim November-Kontrakt um 1,50 Euro/t auf 432,50 Euro/t nach oben.
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