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USDA-Report: Die Fakten im Überblick

von , am
12.10.2012

Der neue USDA-Report sorgte für Wirbel an den Börsen. Überraschend war vor allem der dramatische Rückgang der Lagerbestände. Die Prognose für die Sojaernte wurde nach oben korrigiert.

Mit Abschläge verabschiedete sich der Weizen ins Wochenende. © Mühlhausen/landpixel
Mittweile steht einer Weizenernte von 653 Millionen Tonnen (Mio. t.)  ein Verbrauch von 678 Mio. t gegenüber. Dazwischen klafft eine Lücke von 25 Mio. t und die Endbestände schrumpfen um weitere vier Milionen Tonnen auf 173 Mio. t und damit auf den niedrigsten Stand seit 2008. Im Vorfeld des USDA-Reports hatten Analysten allerdings mit einem stärkeren Abbau der Bestände in den USA und am Weltmarkt gerechnet.
 
Die Weizenpreise sind nach Veröffentlichung des USDA-Reports jedoch dennoch nach oben geschossen. Grund war jedoch weniger immer knappere Versorgung beim Weizen als vielmehr der weitere Abbau des globalen Maisbestände. Gleichwohl ist die Versorgungslage auch beim Weizen sehr angespannt. Bei einer Reihe von wichtigen Exporteuren wie Russland, Australien und Kanada setzte das USDA die Ernteschätzungen nach unten.

Mais: Lagerbestände schrumpfen dramatisch

Am Maismarkt verursachte der neue USDA-Report vom Oktober einen regelrechten Kurssprung. Am US-Terminmarkt verteuerte sich Mais nach Veröffentlichung der neuen Daten um fast fünf Prozent und auch in Europa legten die Preise kräftig zu. Der globale Verbrauch von Mais geht erstmals seit 20 Jahren zurück. Grund für diesen Preissprung war nicht die weitere moderate Rücknahme der US-Produktion, die sogar die Erwartungen der Analysten verfehlte. Vielmehr löste die drastische Reduzierung der US-Lagerbestände auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren das Kursfeuerwerk aus.

Soja: US-Exporte um ein Fünftel größer

© Beuermann/landpixel
Am Sojamarkt sind die Preise nach der Veröffentlichung des neuen USDA-Reports kräftig gestiegen. Dabei ist die erwartete Korrektur der US-Ernte nach oben sogar deutlich größer ausgefallen als Analysten im Vorfeld vermutet hatten und auch die Lagerbestände übertrafen infolge der größeren Ernte die Prognosen. 
 
Auschlaggebend für die Preis-Rallye war indessen die deutliche Ausweitung der US-Sojaexporte von 28,7 Millionen Tonnen (Mio. t) im September auf 34,4 Mio. t im aktuellen USDA-Report. Dies ist ein Anstieg der US-Ausfuhren von knapp seschs Millionen Tonnen bzw. fast 20 Prozent und spiegelt die zuletzt sehr dynamische Entwicklung der US-Ausfuhren wider.
 
 
 
 
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