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USDA-Report: Rekordernten bei Mais und bei Weizen bestätigt

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von , am
13.09.2013

Washington - Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seinen neue Ernteschätzung veröffentlicht. Daraufhin sackten die Preise für Mais und Weizen ab, die für Soja stiegen.

© Mühlhausen/landpixel
Hinter den Preisausschlägen verbargen sich erneut einige Überraschungen für Analysten, Händler und für Landwirte. Zum einen hat das USDA die US-Maisernte und die globalen Bestände anders als zuvor von Analysten erwartet moderat nach oben geschätzt.
 
Zum andern wurde die globale Weizen-Produktion noch weiter nach oben gesetzt und erreichten jetzt einen neuen Rekordwert und die auch die globale Weizenbestände wachsen stärker als angenommen. Die Erwartung des Marktes getroffen hat indessen die Rücknahme der US-Sojaproduktion.

So reagierten die Märkte

Unmittelbar nach Veröffentlichung der neuen Zahlen (18:30 MEZ) hatten die Maispreise in Chicago für die neue Ernte über drei Prozent (%) verloren. Vom Mais und von den weiter verbesserten Angebots- und Bestandsdaten mit nach unten gezogen wurde der Weizen. Der Dezember-Kontrakt in Chicago hatte zu diesem Zeitpunkt 1,3 % abgegeben. Die Sojapreise lagen hingegen für den November mit knapp ein Prozent im Plus.
 
Wie so oft in den in den letzten Monaten könnte sich die Einschätzung des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends jedoch noch ändern und auch den Preisen eine andere Richtung geben.

Mais: Rekordernte in den USA bestätigt

Einigermaßen überrascht war der Markt offenbar über die Einschätzung des USDA zum Maismarkt. Hier nahmen die USDA-Experten die US-Produktion nach oben. Dabei hatten die meisten Analysten eine moderate Korrektur der Produktion nach unten erwartet. Gleichzeitig wurden die US-Endbestände nach oben gesetzt. Damit bleibt es auch die größte US-Ernte überhaut und auch weltweit wird dies die größte jemals erreichte Produktionsmenge. Für die EU bleibt die Schätzung unverändert.

Soja: US-Produktion nach unten, Brasilien nach oben

Wie von Analysten zuvor erwartet hatte das USDA die US-Sojaernte nach unten gesetzt. Diesmal setzte das USDA die neue US-Sojaernte um knapp gut drei Prozent nach unten. Gleichzeitig wurden die US-Bestände weiter reduziert.
 
Die globale Produktion blieb fast unverändert, denn für Brasilien ging es mit der kommenden Ernte nach oben. Bei Argentinien wurden keine Veränderungen an der Ernteprognose vorgenommen. Die weltweiten Endbestände setzte das USDA um 0,8 Mio. t nach unten.

Weizen: Neue Rekordernte reicht gerade so

Beim Weizen wurde die Produktion ein weiteres Mal nach oben gesetzt. Dabei blieb die US-Produktion unverändert zum Vormonat und musste nicht wie vielfach erwartet etwas nach unten gesetzt werden. Weiter nach oben ging es mit der globalen Weizenproduktion. Gleichzeitig bleibt der Verbrauch unverändert und liegt damit nur wenig unter der Rekordproduktion. Der Export klettert leicht und dürfte die Preise weiter stützen. Gleichzeitig sind die Endbestände größer als im Vormonat erwartet.
 
Verantwortlich für den weiteren Produktionsanstieg sind die nach oben gesetzte Ernte für die EU, die größere Produktion in der Ukraine und in Kanada.

Die vollständige Meldung mit allen Preisen finden Sie im Marktkompass ...

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