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USDA-Report sorgt für Überraschung

von , am
13.09.2012

Der neue USDA-Report bestätigt die enge Versorgungslage beim Weizen. Und auch für Mais wurden die Prognosen nach unten korrigiert. Überraschend war die sehr schlechte Prognose zur Sojaernte.

© Mühlhausen/landpixel
Für den Weizenmarkt bestätigt der neue USDA-Report die enge und angespannte globale Versorgungslage. Dennoch reagierten die Märkte - wie bei Mais - zunächst enttäuscht auf die neue Informationen und die Preise gaben nach. Insbesondere die zum August nur ganz geringfügig nach unten veränderten globalen Lagerbestände hatten Analysten im Vorfeld deutlich niedriger gesehen. Mittlerweile setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass die globale Versorgungsbilanz weiterhin sehr eng bleibt. In der Folge konnten sich die Preise auch wieder stabilisieren.
 

Mais: Neue Schätzung lässt Preise abrutschen

Die neuen Daten zum US-Maismarkt lösten gestern einen kräftigen Preisrutsch an den Terminmärkten aus. In Chicago fielen die Maispreise zwischenzeitlich auf den Tiefsten stand seit Juli. Dabei hatte das USDA die Ertrags- und Produktionsschätzung für das wichtigste Futtergetreide im Vergleich zum Vormonat sogar weiter nach unten korrigiert. Auch weltweit wird die Lücke zwischen Verbrauch und Produktion immer größer, obwohl das USDA die Verbrauchszahlen ebenfalls weiter nach unten gesetzt hat. Dies wäre im Übrigen der erste Verbrauchsrückgang seit 20 Jahren.

Soja: Kleinste Ernte seit neun Jahren

Für eine handfeste Überraschung haben die aktualisierten Daten zum Sojamarkt gesorgt. Hier haben die Experten des USDA die Produktion und die Lagerbestände unter den Erwartungen der Analysten angesetzt und damit zunächst ein neues Kursfeuerwerk an den Terminmärkten ausgelöst. Am Terminmarkt kletterten sowohl die Soja- als auch die Schrotpreise um rund drei Prozent und spiegeln damit die extrem enge Versorgung beim wichtigsten globalen Eiweißfutter wider.
 
Die US-Ernteprognose wurde um rund zwei Prozent auf jetzt 71,69 Millionen Tonnen (Mio. t) gesenkt. Das wäre die kleinste Sojaernte mit den schlechtesten Erträge seit neun Jahren. Angesichts der knappen Versorgung reduzierte man zudem auch die US-Lagerbestände um fast fünf Prozent - stärker als es die Analysten zuvor geschätzt hatten.
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