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USDA-Report sorgte für kräftigen Preisanstieg

von , am
12.11.2010

Mannheim/München - Die Veröffentlichung des aktuellen USDA-Reports lies die Getreidekurse in dieser Woche rasant steigen, konnten sich aber nicht auf diesem Niveau halten. Deutliche Zugewinne gab es beim Raps.

© ap/agrarportal.com

Mahlweizen: Kurzfristige Kursgewinne

Nach einem beeindruckenden Schlussspurt in der letzten Woche (KW 44) begann der Handel an der Matif ruhig. Mit Veröffentlichung des neuesten USDA World Agriculture Supply and Demand Report schossen die Weizennotierungen in der Spitze um bis zu zehn Euro je Tonne nach oben. Das Preisniveau konnte jedoch nicht gehalten werden und so kam es zu Gewinnmitnahmen. Der schwache Euro verhalf dem französischen Exportgeschäft zu neuem Aufwind. Ägypten hatte sich in einem offiziellen Tender 235 Tausend Tonnen Weizen für Lieferung im Januar gesichert, dabei kam auch ein Cargo französischer Weizen zum Zuge. Der physische Markt zeigte sich auch in dieser Woche eher von seiner ruhigen Seite. Die Preise für Ware franko Hamburg für Lieferung im alten Jahr waren eher nomineller Natur, zu Offerten kam es nur vereinzelt.

Ölsaaten: Deutliche Gewinne

In den letzten Wochen konnten die Rapssaaten an der Euronext deutliche Zugewinne verbuchen. Verstärkt wurden die Kursgewinne nach bullishen Meldungen für die Sojabohne durch das USDA. Der Raps sprang daraufhin binnen Sekunden nach oben und markierte in der Spitze ein Plus von 17 Euro je Tonne. Die Preise korrigierten jedoch noch im Laufe der Sitzung und der Fronttermin schloss bei 423,5 Euro je Tonne. Auf dem physischen Markt herrschte zum Anfang der Woche rege Aktivität. Die Preise bewegten sich am Montag für Ware franko Niederrhein, Lieferung elf bis zwölf bei 432 Euro je Tonne.

Braugetreide: Stabiles Preisniveau

Die allgemein freundliche Stimmung an den benachbarten Agrarmärkten sorgte in der letzten Woche für ein stabiles Preisniveau bei der Braugerste. Die Aktivität am Markt bleibt jedoch weiterhin verhalten. Die Mälzereien sind auf den vorderen Terminen weiterhin gut gedeckt und so rückt das neue Jahr verstärkt in den Fokus.

Futtergetreide: Preise für Futterweizen auf neuem Hoch

An der Terminbörse steigen die Preise für Futterweizen auf ein neues 2 ½ Jahres hoch. Auf dem physischen Markt traten die Niederlande wieder verstärkt als Nachfrager für deutschen und britischen Futterweizen an den Markt. Der Preis für Futterweizen ab süddeutschen Stationen, Basis elf bis zwölf lag in dieser Woche bei 179 Euro je Tonne (plus neun Euro je Tünne gegenüber der Vorwoche). Bedingt durch das geringere Angebot für Futtergerste warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf Freigabe der Lagerliste und die Interventionsbestände durch die BLE. Bei der Triticale hat es in den letzten Tagen wieder sporadisches Interesse auf den vorderen Terminen gegeben, allerdings ist das Angebot nach wie vor relativ knapp. Das Preisniveau ab Station Süddeutschland bewegte sich hier zum Wochenanfang bei 172 bis 174 Euro je Tonne, Basis eins bis drei. (Stand 12. November 2010/ks agrar)

 

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