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USDA-Report überrascht und drückt die Preise

von , am
11.06.2015

Die neuen Zahlen aus dem USDA-Report sorgten für Überraschungen. Vor allem die Aufwärtskorrektur der globalen Weizenernte schlug sich bis auf die Preise durch.

Mit einem Plus von 3 Euro scheitert der Weizen knapp an der 180 Euro-Marke. © Rebecca Kopf/agrarheute.com
Mit deutlich nachgebenden Preisen bei Weizen und Mais sowie etwas schwächeren Kursen bei Sojabohnen und Canola reagierte der Terminmarkt in Chicago Mittwoch Abend  unmittelbar nach Veröffentlichung auf die Ergebnisse des neuen USDA-Reports. Wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers schreibt, gaben am europäischen Terminmarkt die Preise für Weizen und Mais deutlich nach und auch die Rapspreise rutschten ins Minus. Eine Ursache für den kräftigen Rückgang der Weizenpreise war die weitere Aufwärtskorrektur der globalen Weizenernte und trotz der Regenfälle der letzten Wochen auch der neuen Weizenernte in den USA. Unverändert ließ das USDA die globale Maisernte, die globalen Bestände gingen allerdings deutlich nach oben und sorgten für den Preisdruck. Bei Sojabohnen wurde die aktuelle Ernte 2014/15 nochmals nach oben korrigiert und die nächste Ernte blieb auf dem sehr hohen Niveau. Die Bestände wachsen allerdings etwas weniger stark als im Mai erwartet wurde, was die Preise stützte.
 
 

Weizen: Ernte nach oben korrigiert

Nicht ohne Überraschungen blieb die aktuelle Einschätzung des USDA zum globalen Weizenmarkt. So hat man die erwartete neue Weizenernte 2015/16 von 718,9 Mio.t auf 721,5 Mio. t nach oben korrigiert. Dabei überrascht vor allem die trotz der extremen Witterungsverhältnisse von 56,8 Mio. t auf 57,7 Mio. t nach oben gesetzte neue US-Ernte. Für China liegt die erwartete Ernte unverändert auf Rekordniveau von 130 Mio. t 

Mais: Globale Bestände überraschend hoch

Eine Ursache für den Preisrückgang am Maismarkt dürfte die kräftige Aufwärtskorrektur der globalen Bestände von 191,9 Mio. t auf jetzt 195,1 Mio. t gewesen sein. Damit wären die Bestände fast so groß wie im Vorjahr. Verantwortlich ist vor allem der kräftige Bestandszuwachs in Brasilien von 12 auf jetzt 15 Mio. t. Die globale Maisernte erwarte das USDA wie schon im Mai bei 989,3 Mio. t und damit nur 10 Mio. t kleiner als im letzten Jahr.

Das aktuelle Preisfax für Getreide und Ölsaaten von KS Agrar finden Sie hier zum runterladen.
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