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Nach USDA-Report: Weizenpreise steigen, Maispreise fallen

© agrar-press
von , am
11.10.2014

Wie erwartet, hat das USDA gestern Abend die Weizen- und Maisernte auf neue Rekordwerte nach oben korrigiert. In Folge stiegen die Weizenpreise in Chicago um 2,5 Prozent, die Maispreise fallen.

© Alexander Yakovlev/fotolia
Kurz nach Veröffentlichung des neuen USDA-Reports am Freitag Abend (18.30 MEZ) stiegen die Weizenpreise in Chicago um 2,5 Prozent (%). Die Sojapreise pendelten zunächst seitwärts und die Maispreise veränderte sich kaum.
 
Im Laufe des Abends (19.30) gab der Weizen einen Teil seiner Gewinne wieder ab und Mais und Soja gerieten in Minus. Der Raps am kanadischen Terminmarkt in Winnipeg lag ebenfalls 0,9 % im Minus.
 
Wie so oft können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten in den nächsten Tagen noch deutlich ändern und den Preisen eine andere Richtung geben. Nach deutlichen Veränderungen sieht es derzeit jedoch nicht aus.

Sojapreis klettert auf über 145 Euro je Tonne

Ursache für den Preisanstieg beim Chicago-Weizen war die Abwärtskorrektur der US-Endbestände. Noch deutlicher wurden die globalen Endbestände beim Weizen nach unten gesetzt.
 
Und das, obwohl das USDA die globale Weizenernte auf ein neues Rekordniveau nach oben korrgiert hat. Dahinter standen Aufwärtskorrekturen der Erntemengen in der Europäischen Union sowie in der Ukraine. Damit stützten die neuen Daten zum globalen Weizenmarkt trotz der Aufwärtskorrektur der Produktion offenbar die Preise. Offensichtlich waren die Eckdaten zur Produktion bereits eingepreist.
 
Der Sojapreis für den vorderen Dezemberkontrakt kletterte am Freitag Abend zunächst knapp über die technisch und psychologisch wichtige Marke 145 Euro je Tonne (Euro/t).
 

Maispreise fallen auf unter 106 Euro je Tonne

Beim Mais hatte das USDA die für den Herbst erwartete neue US-Rekordernte nochmals um rund zwei Millionen Tonnen nach oben gesetzt, verfehlt damit aber den Wert der von Analysten zuvor erwartet wurde. Die globalen Endbestände wachsen ebenfalls nicht so kräftig wie die Analysten geschätzt hatten. Ursache sind Abwärtskorrekturen der Erntemengen in der Ukraine und in Russland.
 
Die erwartete Ernte in der EU hat das USDA im Oktober hingegen kräftig nach oben gesetzt. Der Importbedarf der EU wurde wegen der größeren Ernte deutlich nach unten korrigiert.
 
Die Maispreise für den vorderen Dezemberkontrakt rutschen im Laufe des Abends jedoch wieder unter die technisch wichtige Marke von umgerechnet 106 Euro/t. 

Sojapreise fallen leicht auf 270,60 Euro je Tonne

Bei Sojabohnen verfehlte das USDA mit seiner nur geringfügig nach oben gesetzten Produktionsschätzung für die riesige neue US-Rekordernte die sehr hohen Erwartungen der Analysten. Unverändert blieben auch die Ernteprognosen für Brasilien und Argentinien. Die Endbestände in den USA wachsen etwas weniger stark als zuvor von den Analysten erwartet wurde. Die globalen End-Bestände wurden indessen im Rahmen der Erwartungen geringfügig nach oben korrigiert.
 
Damit wirken die Sojadaten erst einmal neutral, oder leicht bärisch. Die Sojapreise für den Novemberkontrakt der neuen Ernte gaben am Freitag bis 19 Uhr um rund ein Prozent auf 270,60 Euro nach.
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