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USDA-Report: Die wichtigsten Märkte im Überblick

von , am
14.01.2013

Am Freitag hat das US-Landwirtschaftsministerium seinen neuen Bericht veröffentlicht. Demnach fallen die Gerstenbestände auf ein Rekordtief, die Weizenpreise zogen kräftig an. Auch beim Mais gab es eine Überraschung.

Bei der Futtergerste sollte der Stickstoffgehalt im Korn über 2 Prozent liegen. © Mühlhausen/landpixel
Anders als in Europa ist die internationale Versorgungsbilanz bei Gerste in diesem Jahr nicht besonders komfortabel.  Einer globalen Erntemenge von knapp 130 Millionen Tonnen (Mio. t) steht ein Bedarf von knapp 133 Mio. t gegenüber. In der Folge könnten die globalen Endbestände auf weniger als 20 Mio. t und damit auf den niedrigsten bislang überhaupt gemessenen Stand zurückgehen.
 
Die Bilanz für die EU sieht aus Sicht des USDA mit einer Erntemenge von 54,4 Mio. t und einem Verbrauch von 52,8 Mio. t positiv aus. Allerdings: Während die EU-Bestände im Jahr 2009 noch bei 15 Mio. t lagen, waren es im Vorjahr noch fünf Millionen Tonnen und diesem Jahr lagern nur noch 3,5 Mio. t Gerste in Europa. Dieser Umstand erhöht auch die Preisvolatilität.

Weizenpreise ziehen kräftig an

Im Ergebnis des neuen USDA Report drehte die Stimmung am internationalen Weizenmarkt spürbar. Offensichtlich interpretierten Analysten und Anleger die neuen Daten vor allem für die USA aber auch für den internationalen Markt ganz überwiegend bullisch. 

Kurz nach Veröffentlichung des USDA-Reports am Freitag schossen die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago regelrecht nach oben und lagen zeitweise zwischen drei und vier Prozent über dem Vortagswert. In Europa hatten die Börsen kurze nach Veröffentlichung der neuen Daten bereits geschlossen. Am Montag begann der Handel in Paris allerdings mit kräftigen Preisaufschlägen von 1,5 % (drei bis vier Euro).

Deutlich mehr Mais verfüttert

Der Maismarkt reagierte mit kräftigen Preisaufschlägen auf die Daten des neuen USDA-Reports. Auslöser dürfte die sehr kräftige Zunahme des Verbrauchs in den USA und der damit verbundene überraschend kräftige Abbau der Bestände sein. 
 
Der Terminmarkt in Chicago hat auf die offensichtliche Verknappung der Versorgungslage in den USA bereits am Freitag mit kräftigen Preisaufschlägen reagiert. In Europa legten die Maispreise am Montag nach Eröffnung der Matif ebenfalls um 1,7 % (rund vier Euro) zu.
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