Login
Allgemeines

USDA-Report/Soja: Neue Erntedaten aus Südamerika

© landpixel
von , am
09.04.2013

Washington - Am Mittwoch Abend (MEZ) bringt der April-Report des US-Landwirtschaftsministeriums neue Daten für die Märkte.

In Europa wurden 2014 auf rund 0,507 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut © sima/Fotolia.com
Im Mittelpunkt des Marktberichts stehen sicherlich die aktualisierten Daten für die laufende Soja- und Maisernte in Südamerika. Ein weiterer Aspekt sind die in Folge der Ende März aktualisierten US-Daten möglichen Veränderungen bei den globalen Endbeständen.
 
Dass die Auswirkungen des neuen Reports auf die globalen Getreide- und Ölsaatenpreise ähnlich dramatisch sein werden wie bei der Aktualisierung der US-Bestands- und Anbaudaten Ende März ist nicht unbedingt zu erwarten. Die wichtigsten US-Analysten haben sich im Vorfeld des Reports in einer Konsensschätzung zu den erwarteten Veränderungen geäußert. Je größer die Abweichungen von dieser Prognose sind, je größer werden am Mittwoch die Preissauschläge sein.

Südamerika steht im Mittelpunkt

Neue Produktionsdaten erwarten die Analysten von der noch laufenden Mais- und Sojaernte in Südamerika. Zur kommenden Getreide- und Ölsaatenernte auf der Nordhalbkugel liefert das USDA erst im Maireport erste Daten.
 
Die aktuelle argentinische Sojaernte hatte das USDA im März auf 51,5 Millionen Tonnen (Mio. t) geschätzt. Im letzten Jahr ernteten die argentinischen Farmer wegen einer extremen Trockenheit während der Hauptwachstumsperiode nur 40,1 Mio. t und damit fast zwölf Millionen Tonnen weniger.

Argentinische Ernte etwas kleiner

Auch in diesem Jahr könnte die Trockenheit (von Mitte Dezember bis Mitte Februar) in wichtigen Anbauregionen die Ernte noch reduzieren. Das vor Ort in Buenos Aires tätige USDA-Büro hat seine Ernteprognose zum Monatswechsel sogar auf 48,5 Mio. t reduziert. Die Konsensschätzung der wichtigsten US-Analysten erwartet ebenfalls eine Korrektur der argentinischen Ernte nach unten. Allerdings nicht ganz so stark: Anstelle der 51,5 Mio. t von März rechnen die Analysten im Durchschnitt mit 50,6 Mio. t.

Weiter Rekordernte in Brasilien

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Für Brasilien hatte das USDA im März eine Rekordernte von 83,5 Mio. t geschätzt. Im letzten Jahr holten die Farmer wegen der der Trockenheit in Südbrasilien nur 66,5 Mio. t Soja von ihren Feldern. Das vor Ort in Brasilia tätige USDA-Büro reduzierte die Erntemenge wegen der starken Niederschläge in Zentralbrasilien zum Monatswechsel leicht auf 82 Mio. t nach unten. Auch diese Produktion würde den bisherigen Produktionsrekord von 75,3 Mio. t (2010) noch deutlich übertreffen.
Die US-Analysten gehen in ihrer Konsensschätzung ebenfalls von einer leichten Abwärtskorrektur auf 82,8 Mio. t aus. Damit wäre die brasilianische Ernte jedoch immer noch etwas größer als die letzte US-Ernte (82 Mio. t) und auch die erwarteten brasilianischen Exporte wären mit gut 38 Mio. t größer als die der USA.
 
Auch interessant