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Vegetationsreport: Blütenspritzung im Raps

von , am
16.04.2014

Kathleen Brehmer, Pflanzenbauberaterin bei N.U. Agrar war wieder mit uns unterwegs. Heute erklärt sie, was bei der Blütenspritzung im Raps zu beachten ist.

Blütenspritzung im Raps

Die Bodenfeuchte hat auf mittleren und schweren Böden für das Keimen von Apothezien noch ausgereicht. Regenschauer und Tau verhindern ein Vertrocknen der Apothezien. Mit Sklerotinia-Infektionen ist zu rechnen, sobald Blütenstaub auf sporulationsfähigen Apothezien fällt und die Sporulation auslöst. Frühe Rapssorten haben bereits offene Blüten, schütten aber noch kaum Blütenstaub. Das wird erst in der kommenden Woche der Fall sein.
 
Insgesamt ist mit einer verzettelten, langen Rapsblüte zu rechnen, dadurch auch mit einem langen Befalls-Zeitraum durch Sklerotinia. Aufgrund der Wetterlage muss deshalb mit Spätbefall durch Sklerotinia gerechnet werden.
 
Die Blütenspritzung sollte erfolgen, wenn 40 Prozent (%) der Blüten geöffnet sind, bevor die ersten Blütenblätter abfallen, Die Wirkung von strobilurin- und/oder carboxamidhaltigen Fungiziden hält zwischen drei und vier Wochen bis Ende der Blüte an.
 
Müssen Kohlschotenrüssler und Kohlschotenmücken bekämpft werden, sollte die Blütenspritzung in die Abendstunden nach Bienenflug verlegt werden, auch wenn die Spritzung tagsüber zulässig ist. Der Zusatz von 20 % AHL zur Blütenspritzung dient zur Ergänzung des N-Bedarfes der Schoten, vermindert aber auch die Abdrift und führt zur besseren Anlagerung von Fungiziden und Insektiziden. Eine negative Auswirkung auf Bienen, wie gelegentlich geäußert, ist nicht nachzuweisen.

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