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Vegetationsreport: Boden nach der Ernte "richtig" bearbeiten

von , am
31.07.2013

Nach den Gewitterschauern und regional unterschiedlichen Niederschlagsmengen ist der Oberboden wieder durchnässt. Dies wirkt sich auf die Bodenbearbeitung nach der Ernte aus.


Allgemein gilt: Je trockener der Boden - desto tiefer kann gearbeitet werden. Die nun regional auftretende Feuchtigkeit begünstigt das Auflaufen des Ausfallgetreides beziehungsweise -rapses nach einer flachen Stoppelbearbeitung. Die Bodenfeuchte der gesamten Krume schwankt jedoch regional sehr und sollte mithilfe einer Profilgrube oder eines Wetterprogrammes kontrolliert werden. Vieler Orts ist der Boden derzeit von 0 bis 25/35 cm sehr nass (nFK 80-95 %).
Bei einer hohen Bodenfeuchte in der Krume sollte die Bearbeitungstiefe angepasst werden, um die Bodenstruktur zu erhalten sowie eine Bodendurchlüftung zu ermöglichen. In diesem Fall eignet sich eine flache Stoppelbearbeitung. Dafür können verschiedene Geräte zum Einsatz kommen. Entscheidend ist die gleichmäßige Strohverteilung.
Besonders in diesem Jahr ist das Getreidestroh zur Ernte noch nicht reif bzw. trocken, der Mähdrescher kann es dadurch nur unzureichend auf dem Feld verteilen. Auf trockenem Boden kann die Chance für eine tiefe Bearbeitung genutzt werden und Tiefengrubber bzw. Fahrgassenmeißel genutzt werden. Das Bodengefüge (-struktur) beeinflusst unter anderem den Wasser- und Lufthaushalt, die Bedingungen für das Pflanzenwachstum und die Tragfähigkeit des Bodens. Eine Bodenbearbeitung im nassen Boden kann gravierende Folgen haben.
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