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Vegetationsreport: Mais-Aussaat und Sommergetreide

von , am
23.04.2014

Das Sommergetreide hat sich vielerorts bedingt durch die kalten Nächte und Trockenheit langsam entwickelt. Die Mais-Aussaat läuft, in Teilen Süddeutschlands steht sie vor dem Abschluss.


Beim Sommergetreide trifft die langsame Entwicklung auch das Auflaufen der Unkräuter und Ungräser. Eine Herbizidmaßnahme steht oft noch an. Die Unkrautbekämpfung sollte frühzeitig und, wenn möglich, mit Sulfonylharnstoffen erfolgen, die eine hohe Abbaurate im Boden haben (besonders vor Raps, Zuckerrüben oder Zwischenfrüchten) - mehr dazu finden sie im Video.

Mais: Bedingungen für eine gute Jugendentwicklung

Die Mais-Aussaat ist in Deutschland bereits im Gange und in Süddeutschland zum Teil schon abgeschlossen. Wenn in den nächsten Tagen nicht genug Regen fällt, wird der Mais in vielen Fällen schlecht auflaufen, weil die Bodenvorbereitung nicht optimal war. Das große Saatkorn und die dicke Keimwurzel des Maises benötigen Feinerde für den Bodenkontakt, um den Keimwasserbedarf zu decken. Das ist in einem klutigen Saatbett nicht gewährleistet. Das Samenkorn muss in den feuchten Boden gedrückt werden, um den Wasserschluss herzustellen. Dazu muss die Ablagetiefe regelmäßig, das heißt mehrmals am Tag kontrolliert werden. Das Maiskorn benötigt zum Keinem zwischen 120 und 150 mg Wasser, das ist die vier- bis sechsfache Menge, die ein Weizenkorn beansprucht. Mais muss trotzdem ohne Regen auflaufen können. Dazu muss er unter Umständen 6 bis 7 cm tief abgelegt werden.
Die Witterungsbedingungen nach der Saat entscheiden über den Wachstumsverlauf des Maises. Je zügiger der Mais keimen kann, umso zügiger entwickelt er sich auch in der Folgezeit. Dadurch setzt er den Kolben früher an. Bei der Saatstärke des Maises muss der Wasserhaushalt des Standortes berücksichtigt werden. Eine Maispflanze benötigt zwischen 60 und 70 l Wasser. Stehen aus dem Wasservorrat des Bodens und durch die Niederschläge während der Vegetation nicht mehr als 350 mm Wasser zur Verfügung, sollte die Bestandesdichte auf 5 bis 6 Maispflanzen je m² begrenzt werden. 10 Mais-Pflanzen erfordern wenigstens 400 mm Regen, wenn der Boden 200 mm nutzbare Feldkapazität aufweist. 
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